Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2001

14:40 Uhr

Friedenstruppe KFOR will Gewalt beenden

NATO und Jugoslawien beraten über Lage an Kosovo-Grenze

Jugoslawien und die NATO wollen gemeinsam für Ruhe und Ordnung in der Sicherheitszone sorgen, die den von der UNO verwalteten Kosovo vom Rest Serbiens trennt. Der jugoslawische Außenminister Goran Svilanovic erörterte die Lage in der Zone am Mittwoch in Brüssel mit NATO-Generalsekretär George Robertson.

Reuters BRÜSSEL. Svilanovic sagte, die Sicherheitszone gehöre zu den wichtigsten Fragen in den Beziehungen des neuen Jugoslawiens zur Allianz. Robertson sagte, es sei Absicht aller, die Gewalt einzudämmen und Provokationen gewisser Extremisten zu unterbinden.

Die fünf Kilometer breite Sicherheitszone war nach dem Kosovo-Krieg mit dem Einzug der Friedenstruppe KFOR als Puffer eingerichtet worden, um Zusammenstöße zwischen der KFOR und jugoslawischen Soldaten des Regimes von Präsident Slobodan Milosevic zu verhindern. Mittlerweile hat Milosevic die Macht an den gewählten Präsidenten Vojislav Kostunica abgetreten, der die Annäherung an die Europäische Union (EU) betreibt. In der Zone operierten in den vergangenen Monaten albanische Separatisten, die aus der Sicht Jugoslawiens versuchten, serbische Albaner-Gebiete dem Kosovo anzuschließen.

Svilanovic sagte, die Sicherheitszone sei nach den NATO-Angriffen zwischen zwei feindlichen Armeen eingerichtet worden. Ausgangspunkt sei aber, "dass wir keine feindlichen Armeen mehr sind". Robertson bekräftigte, dass die unter dem Kommando der NATO stehende Friedenstruppe KFOR jedwede Gewalt beenden wolle. Der Kosovo, der staatsrechtlich zu Jugoslawien gehört, wird für eine Übergangszeit von der UNO verwaltet. Die albanische Bevölkerung strebt die Unabhängigkeit an.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×