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16.01.2003

15:36 Uhr

"Friedliche Lösung weiterhin möglich"

Grünen-Spitze will gegen Irak-Krieg demonstrieren

Die Grünen-Parteispitze will sich an einer Berliner Großdemonstration gegen einen Irak-Krieg beteiligen und dafür auch die Partei-Mitglieder mobilisieren. Dies kündigte die Parteivorsitzende Angelika Beer am Donnerstag in Potsdam bei einer zweitägigen Klausurtagung des Bundesvorstandes an.

Reuters POTSDAM. Co-Parteichef Reinhard Bütikofer sagte, "unter den derzeit absehbaren, vorstellbaren Bedingungen" könne niemand von einem möglichen Ja Deutschlands im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (Uno) zu einem Irak-Krieg ausgehen. Eine friedliche Lösung sei weiterhin möglich. "Der Krieg ist kein Automatismus", sagte Bütikofer. Er glaube trotz des militärischen Aufmarsches in der Golf-Region nicht, dass sich die USA bereits entschieden hätten, in einen Krieg zu ziehen.

Beer wies darauf hin, dass der Parteirat der Grünen am Montag in einem einstimmigen Beschluss mit der Stimme auch von Bundesaußenminister Joschka Fischer zu "sichtbaren Friedensaktivitäten" in Deutschland aufgerufen hatte. "Wir werden uns beteiligen an der bundesweiten Demonstration am 15. Februar in Berlin", sagte Beer. Die Partei werde mobilisiert. Dies solle signalisieren: "Wir Grüne gehen für den Frieden auf die Straße."

Verschiedene Organisatoren haben für den 15. Februar zu Kundgebungen gegen einen Irak-Krieg aufgerufen. In den europäischen Hauptstädten soll es an dem Tag einen Aktionstag gegen den Krieg geben, zu dem Friedensorganisationen wie die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges mehrere Mill. Teilnehmer erwarten. In Berlin sind unter anderem Auftaktkundgebungen am Bahnhof Zoo und am Alexanderplatz sowie eine Abschlusskundgebung in der Nähe des Reichstages geplant.

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