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16.01.2003

13:39 Uhr

Für 55 Millionen Dollar

Käufer für Satellitentelefon-Firma Globalstar

Die in einem Insolvenzverfahren befindliche amerikanische Satellitentelefon-Firma Globalstar soll mehrheitlich von der Immobilien- und Investmentfirma New Valley für 55 Millionen Dollar (52,4 Mio Euro) übernommen werden. Dies teilten die beiden Firmen am Mittwoch mit.

HB/dpa SAN JOSE. New Valley gehört dem amerikanischen Investor Bennett S. LeBow, der durch die Übernahme angeschlagener Firmen und ihre anschließende Sanierung bekannt geworden ist. Die Transaktion muss von dem Insolvenzgericht in Delaware genehmigt werden.

Globalstar verfügt über ein Netz von 48 Telekom-Satelliten und vier Reservesatelliten, dessen Einrichtung rund vier Milliarden Dollar gekostet hatte, berichtete die "New York Times" am Donnerstag in ihrer Onlineausgabe.

Die Gläubiger, darunter die Loral Space & Communications, Qualcomm Inc. und die Globalstar-Anleihebesitzer, sollen den Rest der neuen Globalstar sowie Bezugsrechte zum Kauf weiterer Aktien erhalten, erklärte die beiden Firmen. Die derzeitigen Aktionäre der Globalstar Telecommunications Ltd. sollen leer ausgehen. Sie sollen allenfalls die Möglichkeit erhalten, mit Genehmigung des Insolvenzgerichts in begrenztem Umfang Aktien der neuen Globalstar zu erwerben.

New Valley soll zunächst 20 Millionen Dollar während des laufenden Insolvenzverfahrens im Rahmen des Kapitel Elf des US-Insolvenzrechts erhalten. Dieses Insolvenzverfahren ermöglichte Globalstar die Weiterführung der Geschäfte unter Aufsicht des Insolvenzrichters. Nach erfolgter Restrukturierung soll Globalstar dann im weiteren Jahresverlauf die restlichen 35 Millionen Dollar bekommen. Globalstar, die Daten- und Telefondienste über ihr Satellitennetz in mehr als 100 Ländern anbietet, hat 83 000 Kunden. Das Unternehmen ist nach Angaben von LeBow am besten positioniert, um der steigenden Nachfrage nach hochwertigen und kostengünstigen mobilen Satellitentelefon- sowie Daten- und Internetkommunikations-Diensten nachzukommen. Globalstar-Chef Olof Lundberg will mit den neuen Mitteln die existierenden Dienste stärken und ausbauen. Globalstar war wegen seiner hohen Schulden und unzureichenden Einnahmen beim Insolvenzrichter gelandet.

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