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04.02.2001

13:11 Uhr

ap FRANKFURT/MAIN. Das kleine Kuscheltier für Kinder, der Teddybär, hat sich nach und nach auch zu einer veritablen Geldanlage gemausert - wenn das gute Stück bestimmte Kriterien erfüllt. Die Deutsche Bank berichtet in ihrer jüngsten Ausgabe von "Private Banking" von geradezu enormen Summen, die auf Auktionen so mancher Bär einbringen kann.

Die absolute Höchstsumme bisher wurde für einen von Louis Vuitton ausstaffierten Bären im vergangenen Jahr gezahlt: 418 000 DM legte ein koreanischer Geschäftsmann dafür auf den Tisch. Nicht ganz so viel Geld, aber immer noch stolze Summen, wurden für den Steiff-Teddy PB 28 von 1904 (240 000 DM), das Teddy Girl von 1905 (270 000 DM) und einen schwarzen Steiff-Teddy von 1912 (300 000 DM) gezahlt. Letzterer wurde in englischem Auftrag als Trauerbär wegen des "Titanic"-Untergangs in einer Auflage von rund 600 hergestellt.

Damit ein Teddy auch finanziell etwas wert ist, muss er nach Angaben der Bank in der Regeln folgende Kriterien erfüllen: "Alter, Seltenheit, Bestimmbarkeit des Herstellers, Erhaltungszustand, Aussehen und Historie." Chancen zeigten sich zudem bei historischen Teddys, die von bislang weniger bekannten Firmen gefertigt wurden.

Das gelte vor allem bei ästhetischer, technischer und mechanischer Eigenständigkeit der Stücke. Weitere Aufmerksamkeit würden außerdem Bären verdienen, die in Kriegszeiten mit Ersatzmaterialien gefertigt worden seien.



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