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19.03.2003

12:43 Uhr

Für Türkei und andere Länder des Nahen und Mittleren Ostens

Auswärtiges Amt verschärft Sicherheitshinweise

Angesichts des drohenden Irak-Kriegs hat das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für die Türkei und andere Länder des Nahen und Mittleren Ostens verschärft. In der gesamten Türkei sei erhöhte Vorsicht wegen der Gefahr von Terroranschlägen geboten, heißt es seit Mittwoch in dem Hinweis.

HB/dpa BERLIN. Derzeit lägen allerdings keine konkreten Hinweise vor. Das Ministerium riet allen Deutschen, bestimmte Provinzen im Südosten des Landes zu verlassen. Diese Gegenden gehören nicht zu den typischen Touristenregionen.

Das Ministerium rät zudem von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Syrien ab. "Angesichts der krisenhaften Zuspitzung in der Region sind Einschränkungen des Flugverkehrs absehbar, von denen auch Syrien betroffen sein kann", heißt es. Ähnliche Hinweise hat das Auswärtige Amt für Bahrain, Jordanien, Katar und Saudi-Arabien bereits Ende Februar herausgegeben. Im Januar wurde eine Reisewarnung für den Jemen herausgegeben, im Februar eine für Kuwait.

Seit einigen Tagen warnt das Ministerium eindringlich vor Reisen in den Irak. Deutsche in dem Land wurden zur Ausreise aufgefordert. Trotzdem hielten sich nach Kenntnis des Auswärtigen Amtes am Mittwoch noch rund 40 Deutsche im Irak auf, darunter bis zu 15 Journalisten und 20 bis 25 Deutsche mit familiären Bindungen. Darüber hinaus sind einige wenige Deutsche etwa aus humanitären Gründen noch in dem Land. Die deutsche Botschaft in Bagdad ist seit Montag geschlossen.

Auch der Reisehinweis für den Libanon wurde inzwischen angepasst. Reisen in den Libanon seien trotz der angespannten Lage in der Region möglich. Bei Reisen innerhalb des Landes müssten jedoch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, heißt es. So sollten etwa palästinensische Flüchtlingslager unbedingt gemieden werden.

Das Auswärtige Amt rät allen Deutschen, die türkischen Provinzen Mardin, Sirnak, Hakkari, Van, Bitlis, Siirt, Diyarbakir und Batman im Südosten des Landes zu verlassen. In den Provinzen Adana, Kayseri, Sivas, Giresun und allen östlich davon gelegenen Provinzen sollten sich bis auf weiteres nur diejenigen Deutschen aufhalten, deren Aufenthalt dort zwingend erforderlich erscheine.

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