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05.03.2003

11:25 Uhr

Für Werbezwecke ausgenutzt

Boris Becker gewinnt Prozess gegen FAZ

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) hat Boris Becker widerrechtlich für Werbezwecke benutzt. Das hat das Landgericht München I in einem am Mittwoch bekannt gegebenen Urteil (Az.: sieben O 16812/02) entschieden.

HB/dpa MÜNCHEN. Das Blatt hatte im Herbst 2001 für seine Sonntagszeitung mit einem Foto des früheren Tennisstars und der Schlagzeile "Der strauchelnde Liebling" geworben.

Nach Ansicht des Gerichts hat die Zeitung die Prominenz Beckers gezielt für Werbezwecke ausgenutzt. Die FAZ müsse nun Auskunft darüber geben, in welchem Umfang mit dem Bild Beckers Werbung betrieben worden sei. Das Urteil gilt als Vorentscheidung für eine mögliche Schadensersatzklage.

Die Zeitung hatte sich auf die Pressefreiheit berufen. Ihrer Ansicht nach hat die Anzeige lediglich über die geplante Gestaltung ihrer Sonntagsausgabe informieren sollen. Dieser Auffassung folgte das Gericht nicht. Ohne einen redaktionellen Beitrag, der ein öffentliches Interesse an einer "Blickfang-Werbung" begründen könne, und gegen den Willen Beckers sei die kommerzielle Verwertung des Bildes nicht zulässig, entschied das Gericht.

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