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27.06.2000

15:06 Uhr

dpa GAZA. Die fundamentalistisch-islamische Palästinenser- Organisation Hamas will nicht an der Konferenz des Palästinensischen Zentral-Rates am 2. Juli in Gaza teilnehmen. Dabei soll unter anderem der Termin für die Deklaration eines unabhängigen Palästinenserstaates festgelegt werden.

Hamas, deren Anhänger in den vergangenen Jahren zahlreiche blutige Anschläge gegen Israelis verübt hatten, erklärte am Dienstag, sie verweigere die Teilnahme an der Tagung, weil sie den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern ablehne.

Der palästinensische Zentralrat repräsentiert mit seinen 125 Mitgliedern den Palästinensischen Nationalrat (PNC), das palästinensische Parlament im Exil, das sich aus Mitgliedern der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO und ihrer Fraktionen zusammensetzt. Der Rat hatte ursprünglich die Ausrufung eines unabhängigen Palästinenserstaates am 4. Mai 1999 beschlossen, die jedoch wegen der israelischen Parlamentswahl im gleichen Monat verschoben wurde.

Auf einer weiteren Konferenz in diesem Jahr wurde dieser Schritt ohne Terminangabe für das Jahr 2000 angekündigt. Der Sprecher des Palästinensischen Exil-Parlaments, Salim Sanun, gab am Dienstag bekannt, dass der Zentralrat dieses Mal «eine endgültige Entscheidung» über die Deklaration des Staates und die Zukunft des Friedensprozesses treffen werde.

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