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09.01.2001

20:34 Uhr

Reuters BERLIN. Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) hat seinen Rücktritt mit einem schwindenden Rückhalt für seine Agrarpolitik in der Koalition begründet. Funke sagte am Dienstagabend in Berlin, er habe zur Kenntnis nehmen müssen, dass seine Vorstellungen von Agrarpolitik "in großen Teilen der Koalition nicht mehr mehrheitsfähig ist". Er gehöre nicht "zu denen, die bereit sind zu streichen, was sie in langen Jahren für richtig gehalten haben". Deshalb habe er sich entschlossen, den Weg für den gewünschten Neuanfang in der Agrarpolitik freizumachen.

Nach den ersten Fällen der Rinderseuche BSE bei in Deutschland geborenen Rindern hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) im Bundestag eine Neuausrichtung der Agrarpolitik hin zu mehr Verbrauchernähe und artgerechter Tierhaltung gefordert. In Teilen der Koalition war danach bezweifelt worden, ob Funke eine solche Neuausrichtung glaubhaft einleiten könne.

Funke war bereits im niedersächsischen Landeskabinett Schröders Landwirtschaftsminister. Vor Funke war Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) zurückgetreten. Zwischen beiden Ministerien war es im Verlauf der BSE-Krise mehrfach zu Abstimmungspannen gekommen.

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