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09.01.2001

07:54 Uhr

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Funke: Ich habe keine Warnungen aus Brüssel ignoriert

Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) hat erneut Vorwürfe zurückgewiesen, er habe in der BSE-Krise nicht rechtzeitig auf Warnungen aus Brüssel reagiert.

dpa BERLIN. Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) hat erneut Vorwürfe zurückgewiesen, er habe in der BSE-Krise nicht rechtzeitig auf Warnungen aus Brüssel reagiert. Im ZDF - Morgenmagazin sagte Funke am Dienstag, ein Brief von EU- Verbraucherschutzkommissar David Byrne Mitte November habe aus seiner Sicht "keinen brisanten Inhalt" gehabt. Das Schreiben habe nur ganz allgemeine Hinweise auf mögliche Kontrollmängel enthalten. Erst Mitte Dezember seien nach mehrmaligen deutschen Nachfragen konkretere Angaben gemacht worden.

Nach Darstellung der "Berliner Zeitung" hat die EU-Kommission Deutschland bereits Mitte November zu sofortigen Schritten aufgefordert, um Verunreinigungen von Rinderfutter mit Tiermehl zu vermeiden.

Den von Bayern eingeschlagenen Weg, Rinderherden bei einem einzelnen BSE-Verdacht nicht mehr zu töten und auch den Verkauf ihrer Milch zu erlauben, hält Funke rechtlich nicht für problematisch. Allerdings sei ein solcher Schritt verfrüht. Er selbst führe derzeit noch Gespräche mit Experten darüber. Dabei geht es um den verlässlichen Nachweis, dass wirklich nur das eine Tier aus einer Herde von BSE betroffen ist.

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