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24.03.2003

20:25 Uhr

Furcht vor längerem Irak-Krieg

Deutscher Aktienmarkt rutscht ab

Schwindende Hoffnungen auf ein rasches Ende des Irak-Krieges haben den jüngsten Anstieg an den deutschen Aktienmärkten am Montag vorerst beendet und vor allem die Anteilsscheine des Reisekonzerns Tui belastet.

Reuters FRANKFURT. Der zum Teil massive Widerstand der irakischen Armee gegen die Invasion der US-geführten Truppen sowie Meldungen über Tote und Gefangene auf Seiten der USA und Großbritannien hätten den Anlegern die Augen geöffnet, sagte HSBC-Aktienhändler Oliver Opgen-Rhein.

Deutschlands wichtigster Börsen-Index, der Deutsche Aktienindex, ging mit einem Minus von 6,14 % bei 2548 Punkten aus dem Handel. Damit gab er einen großen Teil seiner Kursgewinne aus der Vorwoche von 13 % wieder ab. In der vergangenen Woche hatte noch die Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende die Kurse angetrieben.

Zum Handelsschluss in Frankfurt notierte der US-Standardwerteindex Dow Jones mit 3,59 % im Minus bei 8216 Stellen, der technologielastige Nasdaq-Index verlor 3,44 % auf 1373 Punkte.

Im Fokus des Frankfurter Aktienhandels standen Tui-Titel, die mehr als elf Prozent auf rund 9,83 ? verloren. Merrill Lynch hatte die Aktie am Morgen auf "Sell" heruntergestuft. Der von rückläufigen Buchungen getroffene Touristikkonzern forciert indes seinen Sparkurs für 2003 und will nun 260 Mill. ? sparen.

Metro-Anteile gaben fast zehn Prozent auf 18,83 ? nach. Am Dienstag will der Einzelhändler über das Jahr 2002 berichten. Einer Reuters-Umfrage zufolge wird Metro trotz Schwierigkeiten auf dem deutschen Markt einen Anstieg beim Gewinn je Aktie von neun Prozent ausweisen können, etwas unterhalb des eigenen Wachstumsziels von zehn Prozent. Keiner der 20 Standardwerte in Frankfurt ging mit einem Kursplus aus der Sitzung.

Der neu geschaffene TecDax knüpfte unterdessen da an, wo der Vorgänger Nemax50 aufgehört hatte - im Minus. Der TecDax verlor 3,75 % auf 337 Punkte. "Große Begeisterung für den neuen Index oder gar Neupositionierungen von Fondsmanagern kann ich nicht erkennen" sagte der Aktienhändler Stefan Chmielewski vom Handelshaus Lang & Schwarz. Der neue, auf 50 von bisher 70 Unternehmen verkleinerte MDax, ging mit einem Abschlag von drei Prozent auf 2823 Punkten aus dem Handel.

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