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31.03.2003

20:22 Uhr

Furcht vor langem Irak-Krieg belastet

Dax schließt deutlich leichter

Sich mehrende Anzeichen auf einen langen und schwierigen Irak-Krieg haben Händlern zufolge am Montag die Stimmung am deutschen Aktienmarkt erneut belastet. Im Deutschen Aktienindex (Dax) setzten die Titel der Münchener Rück angesichts anhaltender Spekulationen um eine Kapitalerhöhung ihre Talfahrt fort.

Reuters FRANKFURT. Der Dax ging mit einem Minus von 3,85 % auf 2 424 Punkten aus dem Handel. Das Marktbarometer hat damit das erste Quartal des Jahres mit einem Kursverlust von rund 16 % abgeschlossen. Der Nebenwerte-Index MDax verlor 1,1 % auf 2 770 Punkte und der Technologie-Index TecDax gab um 2,7 % auf 330 Stellen nach. In den USA verbuchten die Börsen ebenfalls Verluste. Bei Börsenschluss in Frankfurt lag der Standardwerteindex Dow Jones fast 2 % im Minus bei 7 999 Punkten, der technologielastige Nasdaq-Index fiel 1,7 % auf 1346 Punkte.

Nicht nur der offenbar stockende Vormarsch der US-geführten Invasionstruppen sei für die Aktienverkäufe verantwortlich, sagten Händler. Hinzu komme die erhöhte Nervosität vieler Anleger angesichts der jüngsten Selbstmordanschläge. Anleger befürchten, dass ein langer Krieg die ohnehin schwächelnde Konjunktur in den USA belasten und so auch die Weltkonjunktur drosseln könnte.

Münchener Rück weiter unter Druck

Die Aktien der Münchener Rück schlossen mit einem Minus von rund 11 % bei 52,50 ?. Neben den Spekulationen um eine Kapitalerhöhung sorgten sich viele Anleger auch um eine mögliche erneute Herabstufung durch Rating-Agenturen, sagten Händler. Die Papiere der Allianz, die mit der Münchener Rück über eine Überkreuzbeteiligung verbunden ist, stürzten rund neun Prozent ab auf 45,40 ?.

Die Papiere der Hypo-Vereinsbank gaben 6,4 % auf 6,88 ? nach. Am Nachmittag hatte die Deutsche Bank das Kursziel für die HVB-Aktien auf 5,50 ? von 9,60 ? gesenkt.

Commerzbank-Aktien rutschten 6 % auf 6,20 ?. Die Bank hatte weitere Stellenstreichungen und weitere Einsparungen bei den Sachkosten angekündigt. "Die Sparpläne zeigen, wie groß die Not bei der Commerzbank ist", erklärte ein Händler den Kursrutsch.

Infineon-Aktien gingen mit einem Minus von 6,3 % bei 6,21 ? aus dem Handel. "Die Flaute beim Chip-Absatz ist der wahre Grund für den Kursverfall", sagte ein Fondsmanager. Eine Erholung sei nicht in Sicht.

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