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22.04.2003

11:33 Uhr

Fusion muss noch bewilligt werden

Yukos und Sibneft fusionieren

Die russischen Ölgesellschaften Yukos und Sibneft wollen sich zum weltweit viertgrößten Ölproduzenten zusammenschließen.

Reuters MOSKAU. Das als YukosSibneft firmierende Unternehmen werde über Öl- und Gasreserven von etwa 19,4 Milliarden Barrel (1 Barrel = knapp 159 Liter) verfügen und damit über mehr als Großbritannien und Norwegen in der Nordsee, teilten beide Konzerne am Dienstag in Moskau mit. Die Fusion solle Ende des Jahres abgeschlossen werden. YukosSibneft werde täglich 2,3 Millionen Barrel Rohöl fördern. Dies entspricht etwa der gesamten Produktionsmenge des Opec-Mitglieds Kuwait und rund 29 Prozent der russischen Förderung. Die Aktien beider Unternehmen legten im frühen Geschäft an einer freundlichen Moskauer Börse jeweils um rund zwei Prozent zu.

Mit der Fusion überholen beide Unternehmen auch die derzeit größte russische Ölgesellschaft Lukoil. Yukos ist bislang der zweit- und Sibneft der fünftgrößte russische Ölkonzern. Im Rahmen der Fusion verkaufen die Sibneft-Aktionäre den Angaben zufolge 20 Prozent ihrer Anteile für drei Milliarden Dollar in bar. Die restlichen Aktien sollen in Papiere des fusionierten Unternehmens getauscht werden. Der Schuldenstand von YukosSibneft sei moderat, hieß es in der Erklärung weiter. Das neue Unternehmen wird in Russland, Weißrussland und Litauen 2 500 Tankstellen und zehn Raffinerien besitzen.

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