Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2001

17:14 Uhr

dpa HAVANNA. Mehrere hunderttausend Kubaner haben am Freitag in Havanna auf Anordnung von Präsident Fidel Castro gegen die Einwanderungspolitik der USA protestiert. An einem mehr als zehn Kilometer langen Demonstrationszug zur US-Vertretung beteiligten sich nach Angaben staatlicher Medien eine Million Menschen. Castro, in olivgrüner Uniform und Turnschuhen, sein Bruder und Stellvertreter Raul sowie andere Revolutionsveteranen marschierten an der Spitze. Kuba hat im vergangenen Jahr eine intensive Kampagne gegen ein amerikanisches Gesetz begonnen, das kubanischen Flüchtlingen Bleiberecht sichert, wenn sie das Staatsgebiet der USA erreicht haben. Dieses bietet nach kubanischer Auffassung erst den Anreiz für die illegale und gefährliche Flucht über See.

Das Migrationsthema sorgte wiederholt für Zündstoff zwischen Washington und Havanna. 1994 hatte Castro die Massenflucht von mehr als 30 000 Kubanern über See zugelassen und die USA damit zu einer Änderung ihrer Flüchtlingspolitik gezwungen. Seither bringt die US- Küstenwache auf See aufgegriffene Bootsflüchtlinge nach Kuba zurück. Wer es aber schafft, die nordamerikanische Küste zu erreichen, wird nach wie vor ins Land gelassen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×