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29.01.2003

18:29 Uhr

Geiselnehmer stammt aus Albanien

Geiseldrama in Arnheim nahm blutiges Ende

Die Polizei hat am Mittwochnachmittag in einem Justizgebäude im niederländischen Arnheim einen Geiselgangster erschossen, der einen Staatsanwalt in seiner Gewalt hatte. Der Jurist wurde mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Ob der Ankläger von den Polizisten oder vom Täter angeschossen wurde, blieb zunächst unklar, wie die Behörden nach Ablauf des dreistündigen Dramas vor Journalisten mitteilten.



HB/dpa DEN HAAG. Der Zustand des Mannes wurde am Abend als stabil angegeben. Bei dem Geiselnehmer soll es sich um einen aus Albanien stammenden 20 Jahre alten Mann gehandelt haben. Er war aus der Untersuchungshaft in das Gerichtsgebäude gebracht worden. Ihm wurden Überfälle und lebensgefährliche Brandstiftung zur Last gelegt. Die Sitzung am Mittwoch sollte der Vorbereitung eines Prozesses dienen.

Der Mann sei bereits mit einer versteckten Waffe vor Gericht erschienen, hieß es. Wie er in der Untersuchungshaft an diese Waffe gekommen war, war zunächst unklar. Gegen 12 Uhr habe er dann einen Polizisten überwältigt und ihm zusätzlich die Schusswaffe weggenommen. Daraufhin bedrohte er mit einer Pistole den Staatsanwalt. Die Richter sowie Besucher des Gerichtshauses konnten durch den Hinterausgang entkommen.

Als kurz vor 15 Uhr ein Schuss zu hören war, beschloss die Einsatzleitung, das Gebäude zu stürmen, wie mitgeteilt wurde. Die Behörden hatten bereits kurz nach Beginn der Geiselnahme das Gebäude abgeriegelt und auch die umliegenden Straßen gesperrt.

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