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20.01.2003

16:00 Uhr

Geldbuße in München bezahlt

Neue Klage gegen Stefan Raab

Die Klagen gegen Fernseh-Moderator Stefan Raab um sexuelle Verunglimpfungen in seiner Sendung "TV Total" (Pro Sieben) reißen nicht ab. Am Montag reichten die Anwälte der Frankfurter Bankkauffrau Claudia Z. nach Angaben der Kanzlei Klage wegen der Ausstrahlung von Nacktbildern beim Düsseldorfer Landgericht ein.

HB/dpa ESSEN. Das Strafverfahren gegen Raab und Pro-Sieben-Verantwortliche um den Namen von Miss Rhein-Ruhr, Lisa Loch, sei dagegen in München gegen insgesamt 25 000 Euro Geldbuße eingestellt worden, sagte der Anwalt der 17-jährigen Schülerin in Essen.

Am Montag sei die Akte aus München in Essen eingegangen, sagte Anwalt Frank Roeser. Danach habe Raab 10 000 Euro an eine karitative Organisation in München zahlen müssen, drei für die Sendung Verantwortliche von Pro-Sieben (München) je 5000 Euro. Raab muss sich am Essener Landgericht auch noch wegen einer Schmerzensgeldklage von Miss Rhein-Ruhr der Justiz stellen. Die Essenerin hat Raab dort auf 300 000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Raab hatte ihr in seiner Sendung "TV Total" unter anderem gute Chancen im Pornogeschäft vorausgesagt.

"Im Fall der Ausstrahlung von Nacktbildern der Frankfurter Bankangestellten ist die Klage am Montag nach Düsseldorf geschickt worden", sagte Anwalt Roeser. Raab hatte die Niederlassungsleiterin in seiner Sendung beim Baden am FKK-Strand in einem Spaßbad in Japan gezeigt. Das Landgericht Essen hatte Raab in einer einstweiligen Verfügung bereits untersagt, die Szenen im Fernsehen weiter auszustrahlen und im Internet zu zeigen. Wegen der weltweiten Wirkung des Internets prüfe die Kanzlei auch eine "Million-Klage" gegen Pro Sieben in den USA, sagte Roeser.

Wegen der Bezeichnung eines Mannes als "schwule Sau" war Raabs Produktionsfirma Brainpool im November in Köln zu 5000 Euro Schadenersatz verurteilt worden.

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