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14.01.2003

20:35 Uhr

Gemeinsamer Vorstoß mit Frankreich geplant

Auswärtiges Amt verhandelt über komplettes Klonverbot

Das Auswärtige Amt verhandelt nach Angaben von Staatsministerin Kerstin Müller (Grüne) mit Frankreich über einen gemeinsamen Vorstoß zur Ächtung des reproduktiven wie des therapeutischen Klonens.

HB/dpa BERLIN. Ziel der Gespräche sei eine neu formulierte gemeinsame Initiative, sagte Müller der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch). Frankreich ist Mitinitiator einer UN-Konvention gegen das Klonen.

Mit dem Kurswechsel greife das Ministerium vor allem Kritik aus den Reihen der Grünen auf, schreibt das Blatt. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hatte bisher erklärt, das therapeutische Klonen könne weltweit kaum geächtet werden.

Die Grünen-Bundestagsfraktion forderte die Bundesregierung in einem Beschluss auf, sich weiterhin für ein weltweit gültiges Verbot jeglicher Formen des Klonens menschlicher Embryonen einzusetzen. Bis zur Fortsetzung der Verhandlungen über ein internationales Klonverbot im Herbst müsse die Zeit genutzt werden, "um eine Initiative für ein möglichst umfassendes Klonverbot zu ergreifen und mit internationalen Partnern abzustimmen", teilten die Grünen in Berlin mit. Die Verhandlungen waren im vergangenen November gescheitert. "Ziel muss sein, dass die UN-Generalversammlung im Herbst 2003 möglichst schnell einen breiten Konsens über eine Anti-Klonkonvention erreicht."

Die Unionsfraktion forderte die Bundesregierung ebenfalls auf, bis zur Fortsetzung der Verhandlungen massiv für ein generelles Klonverbot zu werben, teilte Fraktionsvize Maria Böhmer (CDU) mit.

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