Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2001

18:47 Uhr

Handelsblatt

Gemischter Markt

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Zum Nachmittag bewegen sich der Dow Jones im Minus und der Nasdaq Index noch wie zur Börsenöffnung im Plus. Der Dow kann vor allem durch die guten Ertragszahlen von Compaq profitieren und wird von Technologiewerten wie Microsoft und Intel knapp im Plus gehalten. Diese Werte sorgen neben Siebel Systems im Nasdaq für einem rund einprozentigen Kurszuwachs.

Die sowohl an der Nasdaq als auch im Dow Jones Index bestimmende Microsoft -Aktie kann ein Plus von rund vier Prozent bis zum Nachmittag einfahren. Dies geschieht trotz der Nachricht, dass einige wichtige Internetseiten des Unternehmen nicht verfügbar sind. Ein Sprecher bestätigte dies, wies jedoch darauf hin, dass es nicht an den Servern selbst liege, sondern an den Computern, die Anfragen von Nutzern weiterleiten. Siebel Systems , die nach guten Quartalszahlen positiv in den Tag gestartet sind, können das Plus bei etwa fünf Prozent halten.



Vor allzu großen Kurssteigerungen an der Nasdaq bhindert vor allem Network Appliance . Goldman Sachs nimmt das Unternehmen von der Empfehlungsliste. Die neue Bewertung heißt nun nur noch "Market Outperformer". Ein Minus von rund 15 Prozent ist die Folge. Die Credit Suisse allerdings hält Network Appliance langfristig für einen Gewinner im Datenspeicherungsmarkt.



Der Computersektor war in den letzten Handelstagen richtungsweisend. Nach den guten Quartalszahlen von IBM konnte der Sektor Gewinnzuwächse verzeichnen. Die Gewinnwarnung von

Dell

setze eben diese Werte jedoch wieder unter Druck.

Compaq

konnte gestern nach Börsenschluss mit seinen Ergebnisse jedoch die Signale wieder auf grün stellen. Mit einem Gewinn von 30 Cents pro Aktie konnte der Computerhersteller die Prognosen um einen Cent schlagen. Auch der von Anlegern vielgefürchtete Ausblick war trotz abkühlender Konjunktur positiv. Compaq erwartet im laufenden Quartal einen Gewinnzuwachs von 20 bis 25 Prozent.



Broadcom

legt am Dienstag eine wahre Achterbahnfahrt aufs Parkett. Nach einem mehr als zufriedenstellenden vierten Quartal begann die Aktie den Handel im Plus. Die Credit Suisse senkte die Gewinnerwartungen und das Kursziel des Papiers von 300 auf 175 Dollar. Die Aktie musste daraufhin Kursverluste hinnehmen. Zur Stunde notiert das Papier allerdings wieder leicht im Plus, nachdem mehrere Brokerhäuser ihre Einstufung mit "aggressiv kaufen" bekräftigt hatten.



Opfer der Analysten ist heute auch der Elektronikhersteller Flextronics . Das Brokerhaus Merrill Lynch stuft das Papier von "kaufen" auf "akkumulieren" ab. Nach einem mehr als 55-prozentigen Kursanstieg seit Dezember rät das Brokerhaus nun dazu Aktienpositionen zu reduzieren.



Stellenkürzungen sind heute sowohl beim Medienkonzern AOL als auch bei Lucent Technologies die Nachricht des Tages. AOL wird voraussichtlich rund 2000 Stellen streichen. Lucent dagegen wird sogar 10.000 Arbeitnehmer kürzen.



Am Abend werden Zahlen vom Glasfaserhersteller Corning , McDonalds, Amgen , Exxon , und International Paper erwartet.



Morgen wird Alan Greenspan eine Rede vor dem Senat halten. Die Börse wird besonders darauf achten, wie Notenbankchef die geplante Steuersenkungen von Präsident Bush kommentieren wird.



Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×