Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.02.2002

10:54 Uhr

Genehmigung des Kartellamts

RWE darf bei GEW Köln einsteigen

Das Kartellamt hat grünes Licht gegeben: Der Gründung des neuen Unternehmens GEW Rhein-Energie AG steht nun wettbewerbsrechtlich nichts mehr im Wege.

dpa BONN. Der Gründung des neuen großen rheinischen Energieversorgers GEW RheinEnergie AG steht wettbewerbsrechtlich nichts mehr im Wege. Das Bundeskartellamt genehmigte den Einstieg des Essener Energiekonzerns RWE bei der GEW AG (Kölner Stadtwerke), wie die Behörde am Freitag in Bonn mitteilte. Die Beteiligung beträgt 20 %. Zugleich wurde von den Wettbewerbshütern der Erwerb der rechtsrheinischen Stromanlagen der RWE durch GEW freigegeben.

Die RWE-Beteiligung sei gebilligt worden, weil der Konzern seine ursprüngliche Absicht, an GEW 25,1 % zu erwerben, auf 20 % abgesenkt habe, erläuterte Kartellamtspräsident Ulf Böge. Gemeinsam mit Eon (Düsseldorf) verfüge RWE auf dem deutschen Strommarkt über eine marktbeherrschende Stellung. Das Kartellamt sehe daher die mit hohem Tempo fortschreitende Beteiligung der Konzerne an Regionalversorgern und Stadtwerken unverändert kritisch.

20 Prozent als Schwelle

Das Kartellamt sieht daher 20 % als Schwelle an, bis zu der solche Beteiligungen künftig genehmigungsfähig seien, wie Böge deutlich machte. Dadurch soll verhindert werden, dass durch ein Geflecht von Beteiligungen eine den Wettbewerb beeinträchtigende Lage entsteht. GEW hält an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen 80 %. Es will den Kunden im Rheinland bei einer Bündelung des Strom- Gas- und Wassergeschäfts günstigere Preise anubieten, sagte GEW- Vorstandschef Helmut Haumann. Das neue Unternehmen werde rund 1,2 Millionen Kunden haben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×