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28.01.2003

13:50 Uhr

Generikageschäft unter neuem alten Namen

Sandoz Deutschland soll bis Jahresende stehen

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will die Neuformierung seines Generikageschäfts in Deutschland unter dem Markennamen "Sandoz" bis zum Jahresende unter Dach und Fach gebracht haben.

Reuters NÜRNBERG/GERLINGEN. Die weltweite Umbenennung des Geschäftsbereichs Generics in Sandoz werde derzeit intensiv vorbereitet und solle in Deutschland im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein, teilte Novartis am Dienstag mit. Unter anderem solle dabei der Vertrieb der Gesellschaften Azupharma und BC Biochemie Pharma in Deutschland den nächsten Wochen zusammengeführt werden. Für den Großraum München sei dabei eine neue Unternehmenszentrale geplant, der Standort Gerlingen für die Herstellung von generischen Fertigprodukten solle bestehen bleiben. Als Vertriebslinie werde zudem die BC Biochemie Pharma weitergeführt.

Weiter teilte Novartis mit, im Zuge der Neuformierung des Geschäfts solle aus heutiger Sicht allen Beschäftigten ein neuer Arbeitsplatz angeboten werden. Neuer Leiter von Sandoz Deutschland werde ab sofort Gerhard Hörl. Der Manager war bislang für das europäische Fertigproduktgeschäft von Novartis Generics zuständig. Neuer kaufmännischer Leiter werde Walter Fink, der zuletzt die Finanzen und Verwaltung der BC Biochemie in Frankfurt leitete.

Der Pharmakonzern, der 1996 aus der Fusion von Sandoz mit Ciba-Geigy entstanden war, hatte vor einer Woche angekündigt, seine Generika künftig weltweit unter dem Markennamen "Sandoz" vertreiben zu wollen. Der Name genieße nach wie vor einen guten Ruf und ein hohes Maß an Vertrauen. Dies solle helfen, die Marktbedeutung von Novartis in dem von starkem Wettbewerb gekennzeichneten Generikageschäft zu vertiefen. Generika sind Nachahmerprodukte von Medikamenten, deren Patentschutz abgelaufen ist. 2001 setzte Novartis bei einem Konzernumsatz von 32,0 Milliarden Schweizer Franken mit Generika 2,4 Milliarden Schweizer Franken um.

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