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19.02.2002

12:04 Uhr

Gentechnik

Bio-Zigarette mit weniger Nikotin

Die amerikanische Vector-Gruppe will noch in diesem Frühjahr Zigaretten auf den Markt bringen, die aus Bio-Tabak hergestellt werden.

hsn DÜSSELDORF. Die Tabakpflanze ist genetisch so verändert, dass sie die Produktion von Nikotin in den Wurzeln blockiert. Der Vector-Tabak besitzt einen Nikotingehalt zwischen 400 bis 1 000 ppm (Parts per Million). Bei herkömmlichem Tabak liegt der Gehalt deutlich höher - zwischen 20 000 und 30 000 ppm.

Wie das Unternehmen mitteilte, soll der Biotech-Tabak herkömmlich angebauten Tabak nicht gefährden, da der Anbau der genetisch manipulierten Sorte separat erfolgt. Zurzeit wartet das Unternehmen auf die Zulassung für den genetisch veränderten Tabak. Bereits im vergangenen Sommer wurden unter der Aufsicht des Landwirtschaftsministeriums Feldversuche durchgeführt. Eine Studie des US-Landwirtschaftsministeriums hat jetzt den geringen Nikotingehalt des Tabaks und ein geringes Risiko des Saatguts für die Umwelt bestätigt.

Gegner der Tabakindustrie stehen der "Light-Zigarette" skeptisch gegenüber. Diese würde noch immer giftige Substanzen in hoher Menge enthalten. Auch Tabakpflanzer und Vector-Konkurrenten kritisieren das Produkt.

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