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20.01.2003

09:01 Uhr

Gentz rechnet mit weiterer Gewinnsteigerung für 2003

Daimler weckt Hoffnung auf höhere Dividende

Deutschlands größter Industriekonzern Daimler-Chrysler fährt wieder auf der richtigen Spur. Der Autobauer hat seine Gewinnziele für 2002 voraussichtlich erreicht. Die Stuttgarter sind mit der Sanierung der Sorgenkinder Chrysler, der US-Nutzfahrzeugtochter Freightliner und der japanischen Beteiligung Mitsubishi Motors gut vorangekommen. Damit sind Hoffnungen auf eine höhere Dividende geweckt.

ajo STUTTGART. Klarheit gibt es am 4. Februar. Dann wird Daimler den Dividendenvorschlag und die vorläufigen Gewinnzahlen bekannt geben. Letztes Jahr hat der Konzern die Dividende von 2,35 Euro auf 1 Euro pro Aktie gekürzt, da er wegen der Probleme in den USA und in Japan in die roten Zahlen rutschte.

Allerdings sind sich die Analysten bei ihren Schätzungen für die Dividende nicht einig. "Es ist schwierig, die Höhe der Dividende aus Kennzahlen abzuleiten", sagt Georg Stürzer, Autoanalyst bei der Hypo-Vereinsbank. Der Durchschnitt der Analystenschätzungen von 1,36 Euro pro Aktie sagt damit wenig aus. Einige Analysten glauben, dass der Konzern einfach eine klare Zahl wie 1,50 Euro setzen wird, die dem Markt signalisieren soll: Es geht eindeutig aufwärts.

Ob die höhere Dividende der Daimler-Aktie anhaltenden Aufwind verschaffen kann, für einen anhaltenden Aufwind bei der Daimler-Aktie sorgen kann,ist zweifelhaft. Das Papier kostet nur noch 29 Euro, gut 10 Euro weniger als vor einem Jahr. "Für eine Trendwende bei der Aktie ist eine weitere positive Entwicklung bei Chrysler notwendig", sagt Michael Raab von Sal. Oppenheim.

Die Analysten rechnen für 2002 mit einem Betriebsergebnis von 5,9 Mrd. Euro im Schnitt. Damit würde der Konzern das Ziel von 5,5 bis 6,5 Mrd. Euro erreichen. Diese Marschroute hatte Konzernchef Jürgen Schrempp bei der Vorstellung seines "Milestones-Planes" für die Sanierung für Chrysler im Februar 2001 ausgegeben. Anfang 2002 verärgerte Daimler die Märkte jedoch mit einer nebulösen Gewinnwarnung. Schrempp stellte nur noch ein Betriebsergebnis von deutlich mehr als dem Doppelten des Vorjahres in Aussicht - übersetzt: mindestens 2,7 Mrd. Euro.

Zu den Erwartungen für 2003 will sich Schrempp erst bei der Bilanzpressekonferenz am 20. Februar äußern, heißt es im Konzern. Viele Analysten erwarten weiter steigende Gewinne. Auch Finanzchef Manfred Gentz ging vor kurzem in Detroit davon aus. Die Analysten bezweifeln aber, dass Daimler wegen der schwierigen und unsicheren wirtschaftlichen Lage weltweit den "Meilenstein" für dieses Jahr erreicht. Er liegt bei einem Betriebsergebnis von 8,5 bis 9,5 Mrd. Euro. Die Schätzungen erreichen derzeit im Schnitt 6,9 Mrd. Euro.

Quelle: Handelsblatt

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