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04.01.2002

15:10 Uhr

Genug Münzen

Kleine Euro-Scheine werden knapp

In fast allen zwölf Ländern der Eurozone sind vier Tage nach Einführung des neuen Bargeldes Probleme bei der Versorgung mit 5- und 10-Euro-Scheinen aufgetreten.

dpa BRÜSSEL. Kleine Euro-Banknoten werden knapp. In fast allen zwölf Ländern der Eurozone sind vier Tage nach Einführung des neuen Bargeldes "kleinere Probleme" bei der Versorgung mit 5- und 10-Euro-Scheinen aufgetreten, wie die EU-Kommission in Brüssel am Freitag mitteilte. Eine Knappheit von 50-Cent-Münzen, wie sie aus Frankreich und Spanien gemeldet wurde, sei der Kommission jedoch nicht als allgemeines Problem bekannt.

Zufrieden zeigte sich der Sprecher von Währungskommissar Pedro Solbes mit der zunehmenden Verwendung des neuen Bargeldes in den Geschäften. Der Anteil des Euro an den Ein- und Verkäufen innerhalb der Eurozone sei von 20 % am Mittwoch auf 40 % am Donnerstag gestiegen. Vorn lägen die Niederländer, die bereits drei Viertel aller Transaktionen mit dem Euro abwickelten.

Das Auftauchen falscher Euro-Banknoten in Deutschland und Irland bereitet der Kommission bisher keine Sorgen. Bisher seien nur drei Vorfälle mit kopiertem oder Monopoly-Geld bekannt geworden, sagte Kommissionssprecher Gerassimos Thomas. Von Fälschungen könne man deshalb nicht sprechen. Auch Preiserhöhungen, die aus einigen Mitgliedsländern gemeldet wurden, seien "kein allgemeines Problem".

Auch in Italien, das am Mittwoch mit der Euro-Einführung noch deutlich hinter den anderen elf Ländern herhinkte, schreitet die Umstellung nach Angaben aus Brüssel voran. In Euro-kritischen Äußerungen von Mitgliedern der italienischen Regierung sieht der Chefsprecher der Brüsseler Behörde, Jonathan Faull, kein Problem: "Wir haben keinen Anlass zu glauben, dass Italien seinen Verpflichtungen nicht nachkommt", sagte Faull.

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