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21.01.2003

17:40 Uhr

Genussschein-Tausch

Allianz-Gewinn verwässert

Der Gewinn der Allianz wird sich nach Angaben des Allfinanzkonzerns um 1,2 Prozent verwässern, nachdem eine deutliche Mehrheit der Inhaber von Allianz-Genussscheinen diese in Aktien getauscht hat.

Reuters FRANKFURT. "Rund 86 Prozent der Anleger haben unser Umtauschangebot angenommen", sagte Stephan Theissing, Corporate-Finance-Chef der Allianz, am Dienstag. Damit erhöhe sich der Streubesitz der Allianz um 2,3 Prozentpunkte auf rund 74 Prozent, das aufsichtsrechtliche Eigenkapital wachse um etwa 386 Millionen Euro. Wegen der zusätzlichen Allianz-Dividendenpapiere werde der Gewinn pro Aktie um 1,2 Prozent sinken, erläuterte Theissing.

Die Allianz-Gruppe hatte den Inhabern der 1986 ausgegebenen Genussscheine im vergangenen November mit Frist bis Mitte Januar angeboten, acht Genussscheine in zehn Aktien mit einem Aufschlag von 18,5 Prozent auf den Kurs der Genussscheine vom 13. November zu tauschen.

Damit wollte die Allianz ihre Kapitalstruktur bereinigen und ihre Kapitalbasis stärken. In den vergangenen Wochen hatte sich die Allianz über Anleihen bereits 3,5 Milliarden Euro am Kapitalmarkt geliehen. Nach einem Milliarden-Fehlbetrag bei der Dresdner-Bank hatte die Allianz-Gruppe im dritten Quartal einen Rekordverlust von 2,5 Milliarden Euro eingefahren.

"Mit dem Umtausch-Ergebnis bin ich zufrieden", sagte Theissing. Sein Unternehmen habe keine Absichten, ein zweites freiwilliges Angebot zum Tausch der jetzt noch ausstehenden Genussscheine zu machen. Der Kurs der Allianz-Aktien reagierte kaum, büßte am Nachmittag allerdings wie der Gesamtmarkt einen Teil seiner Tagesgewinne ein und notierte mit gut einem Prozent im Plus bei 85,70 Euro.

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