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22.03.2003

16:25 Uhr

Geringe Schäden - Stärke 4,4

Erdbeben erschüttert Baden-Württemberg

Das stärkste Erdbeben mit Zentrum in Baden-Württemberg seit 25 Jahren hat am Samstag viele Menschen im Südwesten erschreckt.

HB/dpa STUTTGART/FREIBURG/GENF. Das mittelschwere Beben mit Epizentrum in Albstadt-Ebingen (Zollernalbkreis) erreichte nach Behördenangaben eine Stärke von 4,4 auf der Richterskala. Einige Gebäude seien gering beschädigt worden. Viele verunsicherte Menschen riefen bei Polizei und Feuerwehr an.

Die Erdstöße waren bis ins schweizerische Zug zu spüren. Im rund 70 Kilometer vom Epizentrum entfernten Stuttgart zitterten Bürogebäude und Wohnhäuser minutenlang. Erst vor einem Monat hatte ein Beben der Stärke 5,4 mit Epizentrum in den Vogesen auch im Südwesten Deutschlands einzelne Sachschäden verursacht. Menschen waren nicht verletzt worden.

Das aktuelle Beben sei "das stärkste mit einem Epizentrum in Baden-Württemberg seit 1978", sagte Wolfgang Brüstle, Seismologe vom Landesamt für Geologie in Freiburg. Außergewöhnlich sei es insgesamt für die Region jedoch nicht. Auch vor 25 Jahren kamen die Erdstöße mit einer Stärke von 5,7 aus der seit 100 Jahren aktiven Region Albstadt-Ebingen. Die Region Zollernalb sei durch eine Schwächzone in einer Tiefe von fünf bis zehn Kilometer, die sich von Albstadt- Ebingen in Richtung Tübingen zieht, besonders erdbebenanfällig.

"Ein direkter Zusammenhang" mit dem Beben von Ende Februar bestehe nicht, sagte Brüstle. "Es gibt keine Gefahr einer Eskalation", betonte er. Erdbeben der Stärke zwei bis drei ereignen sich zwischen Main und Bodensee alle paar Wochen.

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