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10.01.2002

10:09 Uhr

Geringere Steuerbelastung

AVA steigert Konzernumsatz 2001 um 4,7 %

Zu der planmäßigen Steigerung haben alle Vertriebssparten beigetragen. Die Erlöse stiegen nach vorläufigen Angaben vom Donnerstag um 4,7 % auf 5,54 Mrd. ?. Alle Vertriebslinien hätten besser als die entsprechenden Marktsegmente abgeschnitten und auch bereinigt um die 2001 neu hinzugekommenen Verkaufsflächen zugelegt, teilte die AVA Allgemeine Handelsgesellschaft der Verbraucher AG mit. Für 2002 erwartet das im MDax notierte Bielefelder Unternehmen keine Verbesserung des für den Einzelhandel relevanten wirtschaftlichen Umfeldes.

vwd DÜSSELDORF. Die SB-Warenhäuser steigerten den Umsatz nach ersten Berechnungen um 5,1 %, was flächenbereinigt einem Plus von 3,6 % entspricht. Die Verbrauchermärkte legten um 5,3 und auf vergleichbarer Fläche um 4 % zu. Die Optikerkette Krane setzt im vergangenen Jahr 4,2 bzw. 2,2 % mehr um. Die Baumärkte der AVA erzielten wieder Wachstum, nachdem der Umsatz in den ersten neun Monaten noch stark rückläufig war. Sie schlossen das vollständige Geschäftsjahr mit einem Plus von 3,3 % ab. Flächenbereinigt bedeutet dies eine Zunahme um 0,1 %.

In den ersten drei Quartalen hatte der Baumarkt-Umsatz wegen negativer saisonaler Einflüsse noch um 6 bzw. 9,2 % unter dem vergleichbaren Vorjahreswert gelegen. Vorstandsvorsitzender Kurt Lindemann erklärte, das Wachstum in allen Segmenten sei "das Ergebnis einer konsequenten Weiterentwicklung der verschiedenen Vertriebskonzepte und der weiteren Stärkung der Marke Marktkauf", unter der – mit Ausnahme von Krane – alle Vertriebslinien zusammengefasst würden.

Die AVA bekräftigte zudem ihre zuletzt im November bei Bekanntgabe der Neunmonatszahlen gegebenen Ergebnisziele für 2001. Ein Unternehmenssprecher sagte vwd, man gehe weiterhin davon aus, 2001 ein Ergebnis vor Steuern knapp unter den 136 Mill. ? des Vorjahres erzielt zu haben. Angesichts einer geringeren Steuerbelastung werde aber mit einem leicht höheren Jahresüberschuss gerechnet. Im Jahr 2000 hatte die AVA ein Nettoergebnis von 81,7 Mill. ? erzielt.

Mit Blick auf das laufende Jahr 2002 erklärte Lindemann, die Konsumbereitschaft werde vor allem durch die Arbeitslosigkeit sowie durch höhere Steuern und Sozialversicherungsbeiträge belastet. Die Abschöpfung von weiterer Kaufkraft sei angesichts der Konjunkturkrise in Deutschland kontraproduktiv. Man müsse befürchten, dass es 2002 zu einem verschärften Kampf um Marktanteile über die Preise kommen werde, warnte der Vorstandsvorsitzende.

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