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14.01.2003

13:25 Uhr

Germanwings stockt Flotte auf

19 Flugziele für je 19 Euro

Die mit der Lufthansa verbundene Billigfluglinie Germanwings wird ihr Streckennetz ab 1. April 2003 deutlich ausdehnen und dann insgesamt 19 Städte in Südeuropa, Deutschland, Großbritannien, Tschechien und der Türkei anfliegen.

Reuters KÖLN. Germanwings werde im Sommerflugplan vom Köln/Bonner Flughafen 19 statt bislang elf Städte anfliegen, sagte Geschäftsführer Joachim Klein am Dienstag in Köln. Schwerpunkt der Expansion sei Italien, wo künftig auch Bologna und Venedig neben Rom und Mailand angeflogen würden. Daneben seien die Städte Dresden, Prag, Edinburgh, Lissabon und Saloniki neu in den Flugplan aufgenommen worden.

Klein kündigte an, im Zuge der Expansion werde die Flotte um zwei weitere Airbusse erweitert, so dass ab Frühjahr dann acht Maschinen im Einsatz seien. Darüber hinaus werde derzeit die Wirtschaftlichkeit eines zweiten Standorts in Deutschland geprüft. Die Ende Oktober vergangenen Jahres an den Start gegangene Fluglinie mit dem Heimatflughafen Köln/Bonn bietet Flüge ab 19 Euro an.

Die Auslastung der Billigfluglinie sei "blendend" und liege über den Firmenplanungen, sagte der Vorstandschef des Mutterkonzerns Eurowings, Friedrich-Wilhelm Weitholz. Genaue Zahlen nannte er nicht. Die Gesellschaft sei ab einem Ladefaktor von über 80 Prozent profitabel, fügte er hinzu. Weitholz bekräftigte das Ziel, bis Ende 2004 Gewinne zu erwirtschaften. Er äußerte sich jedoch besorgt über einen möglichen Irak-Krieg. Dies werde sicherlich negative Auswirkungen auf die Branche haben und den Konsolidierungsprozess vorantreiben.

Seit Oktober habe Germanwings 650 000 Buchungen registriert, so Klein. Wenngleich teilweise 85 Prozent der Kunden über das Internet buchten und ein weiterer Teil über Call-Center, solle dennoch die Möglichkeit geschaffen werden, auch über Reisebüros Flüge zu buchen. Unklar sei noch die Höhe der Gebühren, die Kunden bei Buchungen über das Reisebüro zahlen müssten. Germanwings ist das Standbein der Lufthansa im Billigflugmarkt, die an dem Mutterkonzern Eurowings mit knapp 25 Prozent beteiligt.

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