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04.06.2000

14:57 Uhr

ap FRANKFURT/M. Der neue Commerzbank-Großaktionär Cobra mischt sich offenbar zunehmend in die Strategie des Bankhauses ein. Der Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft, Hansgeorg Hofmann, forderte, das Kreditinstitut müsse sich "neu aufstellen", um in der europäischen Bankenlandschaft eine Rolle zu spielen. Hofmann sagte der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag": "Nur mit zwei- oder dreiprozentigen Beteiligungen über Europa hinweg wird das nicht der Fall sein."

Commerzbank-Chef Martin Kohlhaussen hatte Ende Mai auf der Hauptversammlung betont, eine grundsätzliche Neuorientierung sei nicht erforderlich. Der Cobra-Chef, dessen Haus mittlerweile 17 % an der Commerzbank hält, sprach sich für eine Allianz mit einer ausländischen Bank aus.

Zugleich wies er Gerüchte zurück, das Aktienpaket solle bald an die Versicherer Axa oder Generali verkauft werden. Einem Zusammenschluss der Commerzbank mit einer anderen deutschen Großbank erteilte Hofmann eine Absage: "Eine Fusion im Inland, bei der nur die Aktien nach unten rauschen, würden wir nicht mitmachen", sagte der Geschäftsführer der deutschen Tochter der niederländischen Finanzholding Rebon B.V.

Mitte April war die Commerzbank von der Mitteilung überrascht worden, dass Cobra seinerzeit 9,9 % der Stimmrechte erworben hatte und damit zum größten Einzelaktionär noch vor dem italienischen Versicherer Generali geworden war. Die Rebon B.V. mit Sitz in Amsterdam ist eine Finanzholding, in der die Investoren Clemens Vedder aus Palm Beach und Klaus-Peter Schneidewind aus Düsseldorf ihre Interessen bündeln.



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