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04.03.2003

16:30 Uhr

Gespräche mit Amtskollegen

Schröder wirbt um „Anti-Kriegsfront“

Wenige Tage vor der möglicherweise entscheidenden Irak-Abstimmung im UN-Sicherheitsrat verstärkt Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) seine Bemühungen um eine breite "Anti-Kriegsfront". Am Dienstag telefonierte er mit Chinas Präsident Jiang Zemin. Beide seien sich einig gewesen, auch weiter alle Möglichkeiten zu nutzen, um den Irak friedlich zu entwaffnen, teilte die Bundesregierung mit.

HB/dpa BERLIN/BRASILIA. Die USA wollen in der kommenden Woche die Entscheidung im Weltsicherheitsrat über eine zweite, einen Krieg legitimierende Irak- Resolution suchen. Peking hatte sich der Initiative von Deutschland, Frankreich und Russland angeschlossen, die UN-Waffeninspektionen auszuweiten. Alle vier Länder sitzen im Sicherheitsrat.

Zuvor hatte der Kanzler mit Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva telefoniert. Nach Angaben von Außenminister Celso Amorim ging dazu die Initiative am Montag von Schröder aus. Der Kanzler habe da Silva dabei um Unterstützung bei den Anti-Kriegsaktionen gebeten, berichtete die Zeitung "Jornal do Brasil".

Unter Berufung auf diplomatische Kreise hieß es in dem Blatt "O Globo", die sozialistische Regierung in Brasilia bemühe sich um eine gemeinsame Irak-Position Lateinamerikas. Berater da Silvas planten ein Gipfeltreffen, auf dem eine "Anti-Kriegsfront" ins Leben gerufen werden solle. Mexiko und Chile gehören als nichtständige Mitglieder dem UN Sicherheitsrat - an. Beide Regierungen haben Vorbehalte gegen einen US-Militärschlag. Sie werden aber von Washington heftig bedrängt, in dem Gremium für eine neue Resolution zu stimmen. Die USA brauchen neun Stimmen für eine Mehrheit.

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