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20.03.2003

15:42 Uhr

Gespräche mit US-Investor

Balli einigt sich mit WestLB über Kloeckner & Co

Im Rechtstreit um den Duisburger Werkstoffhändler Kloeckner & Co (KloeCo) hat die Londoner Balli-Gruppe nach eigenen Angaben eine Einigung mit der Westdeutschen Landesbank (WestLB) erzielt.

HB/dpa DUISBURG/LONDON. Balli werde im zweiten Quartal 2003 alle Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Kauf von KloeCo bei der WestLB und der Hamburgischen Landesbank begleichen, teilte Balli am Donnerstag mit. Andernfalls werde der 94,5-Prozent-Anteil der Londoner Gruppe von den beiden Banken übernommen. Von der WestLB, die die restlichen 5,5 Prozent KloeCo-Anteile hält, war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

"Wir arbeiten an einer kommerziellen Lösung und führen bereits konstruktive Gespräche mit einem US-amerikanischen Investor, der sehr an KloeCo interessiert ist", sagte Balli-Sprecher Roland Klein. Nach Angaben des Sprechers geht es um einen Kredit in Höhe von 200 Millionen Euro, mit dem die Banken den Verkauf von KloeCo an Balli im Oktober 2001 finanziert hätten.

Hinzu kommt die Rückzahlung von 120 Millionen Euro, die KloeCo nach dem Verkauf auf umstrittene Weise entzogen worden waren. In diesem Zusammenhang ermittelt die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft gegen vier Balli-Manager wegen des Verdachts des schweren Betrugs und der schweren Untreue. Balli-Chef Vahid Alaghband war daraufhin im vergangenen Januar in der Schweiz festgenommen worden.

Balli hatte seinerseits im vergangenen November die WestLB und den Düsseldorfer Treuhänder Droege & Comp vor dem Londoner High Court auf Schadenersatz in Höhe von 300 Millionen Euro verklagt, weil sie vielversprechende Verkaufslösungen für KloeCO behindert hätten. Nach der Einigung seien nun auch diese Klagen zurück gezogen worden, sagte Klein.

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