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21.01.2003

08:48 Uhr

Gewalttätige Auseinandersetzungen

Ein Toter bei Demonstration in Venezuela

In Venezuela sind am Montag bei Zusammenstößen zwischen Anhängern von Präsident Hugo Chavez sowie der Opposition offiziellen Angaben zufolge ein Mensch erschossen und 28 Menschen verletzt worden.

Reuters CARACAS. Die Zusammenstöße brachen aus, als Anhänger Chavez' in Charallave, rund 50 Kilometer südlich von Caracas, einen Demonstrationszug der Opposition angriffen. Beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, für die Gewalt verantwortlich zu sein. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie ein Mann vom Dach eines Jeeps in eine Menschenmenge schoss. Ein Sprecher der Sicherheitsbehörden sagte, ein Mann sei bei den Kämpfen erschossen worden. 28 Menschen seien verletzt, davon seien 17 in kritischem Zustand. Es sei unklar, wer das Feuer eröffnet habe.

Die venezolanische Opposition aus Mittel- und Oberschicht versucht, Chavez mittels eines seit sieben Wochen andauernden Generalstreiks zum Rücktritt zu bewegen. Sie wirft dem Präsidenten vor, das Land mit einer am kommunistischen Kuba orientierten Wirtschaftspolitik in den Ruin zu treiben. Der Streik hat insbesondere die Ölindustrie Venezuelas, fünftgrößter Ölexporteur der Welt, nahezu lahm gelegt.

Der Friedensnobelpreisträger und frühere US-Präsident Jimmy Carter führte am Montag Gespräche mit Regierung und Opposition. "Es gibt immer Hoffnung für eine Lösung und ich hoffe, sie wird schnell kommen", sagte Carter bei seiner Ankunft in Caracas.

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