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07.06.2000

13:08 Uhr

Gewerkschaften rechnen nach Bestfoods-Übernahme mit "rücksichtslosem Vorgehen"

Knorr und Pfanni werden in Deutschland mit weniger Mitarbeitern auskommen

Die Bestfood-Angestellten in Deutschland müssen sich nach Gewerkschaftsauffassung auf einen harten Rationalisierungskurs gefasst machen.

dpa HEILBRONN. Gewerkschaft und Betriebsrat der deutschen Tochter des amerikanischen Nahrungsmittelkonzerns Bestfoods rechnen nach der Übernahme des Unternehmens durch Unilever mit einem Stellenabbau. "Unilever wird rücksichtslos vorgehen", sagte der Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Heilbronn, Helmut Müller, am Mittwoch. Das habe sich bereits bei der Sanierung eines Mannheimer Margarine-Werks durch den britisch-niederländischen Lebensmittelriesen gezeigt.

Das für die Marken Knorr und Pfanni bekannte Unternehmen Bestfoods Deutschland beschäftigt nach eigenen Angaben an sieben Standorten 3 100 Mitarbeiter, davon 2 100 am Unternehmenssitz in Heilbronn.

"Wir sind nicht unbedingt erfreut", kommentierte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Antonio Provenzano die am Dienstagabend bekannt gewordenen Übernahme durch Unilever. Die beiden Unternehmen hatten angegeben, zusammen pro Jahr rund 750 Mill. $ (786 Mill. Euro, 1,54 Mrd. DM) sparen zu können. Eine Bestfoods-Sprecherin sagte, Aussagen über einen Stellenabbau seien zum jetzigen Zeitpunkt "reine Spekulation". Unilever will Bestfoods für 20,3 Mrd. $ in bar übernehmen. Durch den Zusammenschluss entsteht der größte Lebensmittelhersteller der Welt.

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