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13.01.2003

11:08 Uhr

Gewerkschaftspolitische Arbeitstagung

Beamtenbund will Abschluss übernehmen

Der Deutsche Beamtenbund hat eine Anpassung der Beamtenbesoldung an die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst gefordert. Auf keinen Fall dürften die Kosten für die Tariferhöhung den Beamten und Pensionären angelasten werden.

HB/dpa BAD KISSINGEN. "Wir gehen davon aus, dass die tarifvertragliche Einkommensentwicklung ohne weitere Diskussionen und ohne Abstriche wirkungsgleich" auf die 1,7 Millionen Beamten übertragen werde, sagte Verbandschef Erhard Geyer am Montag bei der traditionellen gewerkschaftspolitischen Arbeitstagung des Beamtenbundes in Bad Kissingen. Innenminister Otto Schily (SPD) konnte auf Grund des Winterwetters in Berlin nicht zu der Tagung anreisen.

Am Freitag hatten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber im öffentlichen Dienst nach zähem Ringen auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Danach sollen die Einkommen der drei Mill. Arbeiter und Angestellten in diesem Jahr um 2,4 % und 2004 in zwei Stufen um je ein Prozent steigen.

Geyer warnte die öffentlichen Arbeitgeber vor einem "blinden Sparaktionismus". "Der unreflektierte Personalabbau muss daher ebenso gestoppt werden wie die pauschale Einsparung von Finanzmitteln." Für eine grundlegende Reform des öffentlichen Dienstes schlug Geyer einen Runden Tisch vor. Daran sollten sich Politiker, Beschäftigte, Gewerkschaften und Bürgervertreter beteiligen, um den öffentlichen Dienst zukunftsfähig zu machen.

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