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04.02.2003

14:22 Uhr

Gewinn im Quartal um 50 Prozent gesteigert

Ryanair hebt Gewinnprognose erneut an

Die irische Billigfluggesellschaft hat ihre Passagierzahl im dritten Quartal um 46 Prozent gesteigert und erwartet nun einen etwas höheren Jahresgewinn.

Reuters DUBLIN. Der Gewinn sei im dritten Geschäftsquartal um 50 Prozent auf 43,2 Millionen Euro gestiegen, teilte Ryanair am Dienstag mit. Die meisten Analysten hatten im Schnitt lediglich mit rund 40 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte um 37 Prozent auf 185,90 Millionen Euro.

Ryanair-Chef Michael O'Leary hob zudem die Nettogewinn-Prognose für das Gesamtjahr auf 235 Millionen Euro von bisher 230 Millionen Euro an.

Der Sitzladefaktor, ein Indikator für die Auslastung von Flugzeugen, sei auf 86 Prozent von 79 Prozent im Vorjahr gestiegen, teilte Ryanair mit. Das Passagieraufkommen habe in den Monaten Oktober bis Dezember um 46 Prozent auf 3,9 Millionen zugenommen. Ryanair ist auch auf dem deutschen Markt vertreten. Unter anderem fliegt die Gesellschaft den Flughafen Hahn im Hunsrück an.

"Offensichtlich war der Einbruch bei den Margen weniger groß als erwartet", sagte Analyst Shane Metthews von NCB Stockbrokers in Dublin. Er verwies damit auf im Vorfeld geäußerte Sorgen, dass das Angebot von freien Sitzplätzen zur Steigerung der Passagierzahlen den Umsatz drücken könnte.

Wie das irische Unternehmen am Dienstag in London mitteilte, stieg die Zahl der Passagiere in den drei Monaten bis Ende Dezember auf 3,93 Millionen. Das kam allerdings unter anderem, weil Ryanair im Oktober eine Million Freiflüge angeboten hatte. Durchschnittlich gingen die Flugpreise um acht Prozent zurück.

"Wir erzielen weiter steigende Gewinne, sogar in der Winterperiode, für die andere bestätigt haben, dass sie Verluste machen werden", sagte der Vorstandsvorsitzende Michael O'Leary. Er wisse, dass manche Analysten zur Zeit befürchteten, dass sich Ryanair zu viel zumute, sagte er. Doch wenn sich gute Chancen böten, müsse man zugreifen. Ryanair hatte am Freitag die Übernahme des niederländischen Konkurrenten Buzz angekündigt. Außerdem will das Unternehmen 100 Boeing-Jets im Wert von 5,5 Milliarden Euro kaufen.

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