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31.07.2000

16:19 Uhr

dpa-afx MÜNCHEN. Die Privatbank Merck Finck & Co hat die Aktien der Wolfsburger Volkswagen AG nach Vorlage der Ergebniserwartungen für das kommende Halbjahr unverändert als "Underperformer" eingestuft. Die Analystin Pia-Christina Schulze reagierte damit am Montag in München auf eine Konferenzschaltung mit der Firmenleitung. Das Unternehmen wolle die Investitionsrendite von 9 auf 11 % nach Steuern erhöhen, habe aber kein Zeitziel genannt. Für das Erreichen einer Umsatzrendite von 6,5% vor Steuern habe sich VW das "sybillinische" Ziel zum Ende des Jahrzehnts gesetzt.

Die Expertin verwies auf die weiter bestehende Gefahr, dass die Modelle der verschiedenen Marken des Konzerns einander die Marktanteile abgraben könnten. Die Fahrzeuge, welche teilweise identische Teile aufweisen, jedoch zu unterschiedlichen Preise verkauft werden, stünden miteinander in Konkurrenz.

Der Konzern wolle im übrigen in Südamerika bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres den "Break-Even" erreichen. Dies könne das deutsche Unternehmen nur durch die positive Entwicklung in Brasilien erzielen. Schließlich werde das Geschäft in Argentinien weiterhin schlecht laufen, schreibt die Analystin weiter.

Volkswagen verfolge derzeit nicht die Absicht, seinen Scania-Anteil von 18,7 % um den 40 prozentigen Anteil von Volvo zu erweitern, sagte Schulze. Der Preis sei für Volkswagen zu hoch.

Für das Gesamtjahr 2000 behält die Bank ihre Schätzungen für den Gewinn je Aktie von 4,10 Euro bei, dies ist ein Plus von 39,46 % gegenüber dem vergangenen Jahr. Schulze sieht einen "fairen Wert" der Aktien in Höhe von 46,95 Euro.

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