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22.01.2003

14:10 Uhr

Gewinn unter Prognosen

Kodak will bis zu 2900 Stellen abbauen

Der weltgrößte Fotofilm-Hersteller Eastman Kodak hat mit Quartalszahlen und Geschäftsausblick die Erwartungen von Analysten enttäuscht. Zudem kündigte der US-Konzern am Mittwoch den Abbau von bis zu 2900 Stellen an. Der Kodak-Aktienkurs brach an der Wall Street deutlich ein.

Reuters NEW YORK. Im vierten Quartal 2002 konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben die schwache Nachfrage nach Kameras und Filmen durch aggressive Kostensenkungen ausgleichen und verbuchte einen Gewinn von 113 Mill. Dollar oder 39 Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatten Restrukturierungskosten von 262 Mill. Dollar noch zu einem Verlust von 206 Mill. Dollar geführt. Ohne Sonderbelastungen erwirtschaftete Kodak im abgelaufenen Quartal einen Gewinn von 65 Cent je Aktie und lag damit unter den durchschnittlichen Analystenprognosen von 68 Cent. Der Umsatz stieg zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 3,44 Mrd. Dollar.

Für das laufende erste Quartal sagte Kodak einen Gewinn vor Sonderposten von rund 13 Cent je Aktie voraus. Im Gesamtjahr 2003 werde der Gewinn bei leicht steigendem Umsatz zwischen 2,35 und 2,95 Dollar je Aktie liegen. Analysten rechneten demgegenüber zuletzt im Schnitt für das erste Quartal mit rund 28 Cent je Aktie und für das Gesamtjahr mit 2,71 Dollar je Aktie.

Angesichts des schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der weltpolitischen Spannungen will Kodak im laufenden Jahr 2300 bis 2900 Arbeitsplätze abbauen. Die Streichungen beträfen vor allem die USA und Westeuropa. Ende 2002 beschäftigte Kodak rund 70 000 Mitarbeiter.

Kodak-Titel verloren im New Yorker Vormittagshandel deutlich stärker als der Gesamtmarkt mehr als elf Prozent auf 33,41 Dollar.

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