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02.01.2002

22:27 Uhr

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Gewinne zum Jahresauftakt an der Wall Street

Die New Yorker Aktienmärkte haben den ersten Handelstag im neuen Jahr bei anhaltender Unsicherheit der Investoren über die wirtschaftliche Entwicklung in den USA mit Kursgewinnen beendet.

rtr NEW YORK. Die Technologiewerte konnten am Mittwoch bis zum Handelsschluss nach verhaltenem Start rund 1,5 % zulegen. Halbleiterwerte hätten von Nachrichten über Preiserhöhungen für Computerchips profitiert, sagten Händler. Hoffnungen auf eine baldige Konjunkturerholung standen nach Händlerangaben Befürchtungen entgegen, die Aktienkurse seien angesichts der weiter schwachen Unternehmensbilanzen bereits zu hoch. "Es ist nur ein kleiner Sprung - Reinvestitionen zum Jahresbeginn", sagte James Volk, stellvertretender Leiter Institutioneller Handel bei D.A. Davidson & Co. "Es gibt derzeit keinen Grund für eine Rally." Der Dow-Jones-Index schloss 0,52 % höher auf 10 073,40 Punkten, während der technologielastige Nasdaq-Index 1,48 % auf 1979,26 Punkte stieg. Der breiter gefasste S&P-500-Index lag mit 0,57 % im Plus auf 1154,67 Punkten.

Die Mitteilung der südkoreanische Hynix Semiconductor, das Unternehmen habe bei seinen langfristigen Vertragskunden die Preise um durchschnittlich 30 % angehoben, habe die Chipwerte beflügelt, sagten Händler. Die Titel des weltgrößten Chipproduzenten Intel legten zum Schluss rund fünf Prozent auf 32,00 Dollar zu, die Aktien des zweitgrößten Chipherstellers Micron Technology kletterten 7,23 % auf 33,24 Dollar.

Dagegen büßten die Ölwerte zum Teil deutlich ein. Händler erklärten dies mit Gewinnmitnahmen, nachdem die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) in der vergangenen Woche eine Produktionssenkung angekündigt hatte und die Kurse der Ölwerte daraufhin gestiegen waren. Die Aktien der Halliburton Co gaben 6,34 % auf 12,27 Dollar nach.

Die Aktien des Medienkonzerns AOL Time Warner schlossen 1,56 % schwächer auf 31,60 Dollar und waren der am meisten gehandelte Wert an der New York Stock Exchange. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hatte zuvor ihre Schätzung für den Umsatz des Konzerns für 2002 und 2003 zurückgenommen.

Die Titel des US-Telekommunikationskonzerns AT&T legten rund drei Prozent auf 18,70 Dollar zu, nachdem die US-Investmentbank Merrill Lynch wegen des Verkaufs der AT&T-Kabelsparte an Comcast ihre mittelfristige Empfehlung für die AT&T-Aktien auf "Buy" von zuvor "Neutral" heraufgesetzt hatte. Die Titel des Online-Auktionshauses E-Bay verloren rund ein Prozent auf 66,17 Dollar, nachdem das Brokerhaus Robertson Stephens die Bewertung der Aktien des Unternehmens auf "Buy" von zuvor "Strong Buy" gesenkt hatte. Die Titel des zweitgrößten Discount-Einzelhandelskonzerns Kmart Corp büßten rund 13 % auf 4,74 Dollar ein. Prudential Securities hatte die Aktien mit "Verkaufen" statt zuvor "Halten" bewertet und dies unter anderem mit enttäuschenden Quartalsergebnissen begründet.

Das besser als von Analysten erwartet ausgefallene Konjunkturbarometer des Instituts for Supply Management (früher NAPM-Einkaufsmanagerindex) habe die Kurse kaum beeinflusst, sagten Händler. Das Institute for Supply Management hatte mitgeteilt, sein Barometer für die Geschäftstätigkeit des Verarbeitenden Gewerbes sei im Dezember auf 48,2 Punkte von 44,5 Punkten im November und damit zum zweiten Mal in Folge. Analysten hatten lediglich einen Anstieg auf 45,5 Punkte prognostiziert.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden zehnjährigen Bonds zuletzt 31/32 tiefer auf 98-24/32 und erbrachten eine Rendite von rund 5,16 %. Die 30-jährigen Titel wurden mit 1-9/32 schwächer auf 97-10/32 bewertet und rentierten mit 5,56 %.

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