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24.03.2003

16:30 Uhr

Gewinneinbruch bei weltgrößtem Satellitenunternehmen

Astra-Betreiber SES im Rückwärtsgang

Der weltgrößte Satellitenkonzern und Astra-Betreiber SES Global hat im vorigen Jahr trotz Umsatzsteigerung rund 75 Millionen Euro (27 Prozent) weniger Gewinn gemacht als 2001.

HB/dpa LUXEMBURG. Das Nettoergebnis der Gruppe verringerte sich auf 205 Millionen Euro. Als Grund für den Einbruch nannte SES am Montag Firmenwertabschreibungen und Finanzierungskosten nach dem Kauf von GE Americom. Der SES-Umsatz lag 2002 bei 1,35 Milliarden Euro. Für 2003 erwartet das Luxemburger Unternehmen einen Umsatzeinbruch.

Einbußen werde es vor allem wegen geänderter Verträge zwischen Astra und Premiere geben und wegen der Umstellung von analoger auf digitaler Technologie in Großbritannien. So werden weniger Kapazitäten von SES genutzt. Zudem sei der Vertrag von Americom und dem Fernsehanbieter Primestar in den USA ausgelaufen. Der Satellitenkonzern gibt seinen momentanen Auftragsbestand mit 6 Milliarden Euro an. SES Global kündigte für 2003 die Entwicklung neuer Produkte und die Ausweitung der geographischen Präsenz an.

Astra steigerte nach Angaben von SES Global seine Reichweite im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz) im vorigen Jahr um 780 000 digitale Satellitenhaushalte auf insgesamt 2,4 Millionen. Insgesamt versorgt Astra damit nach eigener Darstellung 15,8 Millionen Haushalte mit analogen oder digitalem Satellitendirektempfang, weitere rund 24 Millionen Haushalte beziehen Astra-Angebote über das Kabel.

Die Société Européenne des Satellites S.A. (SES Global) hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, als Ende vorigen Jahres der bisher größte zivile Satellit, Astra-1K, abstürzte. Der 110 Millionen teure Satellit war mit einer russischen Rakete gestartet, hatte aber wegen Versagens einer Antriebsstufe seine Position nicht erreicht.

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