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04.01.2008

11:17 Uhr

Gisma-Studie

GMAT: Kein Rückschluss auf Studienerfolg

GMAT-Ergebnis und Studienleistungen von MBA-Studenten stehen in keinem Zusammenhang. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Gisma Business School. Dort hat man das Verhältnis der GMAT-Scores und der GPAs (grade point averages) von MBA-Studenten der Jahrgänge 2003 bis 2006 untersucht.

„Das Ergebnis unserer Untersuchung, also dass GMAT und GPA wenig korrelieren, ist zwar richtig“, erklärt Dr. Annegret Zurawski, Academic Director an der Gisma. „Der GMAT-Score lässt aber Rückschlüsse darauf zu, wie ein Student in den analytischen oder quantitativen Fächern eines MBA-Programms abschneiden wird.“

Der GMAT prüfe in erster Linie die Fähigkeiten, die ein MBA-Student insbesondere für Fächer wie Quantitative Methoden, Accounting und Finanzmanagement braucht. Diese Fächer bilden die theoretische Grundlage eines MBA-Studiums. Besteht ein Student in diesen Fächern nicht, muss er das Studium abbrechen.

Für das Gesamtergebnis im Studium spielen aber auch die Leistungen in Fächern wie Leadership, Strategie und Marketing sowie kommunikative Fähigkeiten, Kreativität und Überzeugungskraft eine wichtige Rolle. Diese Fähigkeiten berücksichtigt der GMAT nicht.

„So erklärt sich auch, warum viele Studenten, die in den sehr analytischen und quantitativen Fächern zu Beginn des Studiums schlechter abschneiden, im späteren Verlauf des Studiums noch alle Möglichkeiten haben, aufzuholen“, meint Zurawski. Da sich Unternehmen einig seien, dass es gerade die weicheren Faktoren – die so genannten „Soft Skills“ – sind, die einen guten Manager ausmachen, dürften die darauf bezogenen Leistungen im Studium nicht außer Acht gelassen werden.

“Wir wissen aus Erfahrung, dass ein Bewerber, der über ausreichende analytische Fähigkeiten verfügt und sich gut auf den Test vorbereitet, in der Regel einen GMAT-Score von mindestens 600 erreichen kann.“, so Zurawski. „Unsere Erfahrung zeigt aber auch, dass ein Test-Ergebnis von über 700 nicht allein durch Fleiß erreicht werden kann – hier muss das Talent mit zur Seite stehen.“

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