Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.01.2003

08:07 Uhr

Gläubigerbanken retten südkoreanischen Hynix-Konzern

Chipherstellern droht weiterer Preiskampf

Die Hoffnung der Wettbewerber hat sich nicht erfüllt: Der südkoreanische Chiphersteller Hynix bleibt dank massiver Bankenhilfe am Markt - und mit ihm die derzeitigen Überkapazitäten.

HB MÜNCHEN. Sollte die Nachfrage nicht überraschend stark anziehen, drohen damit den meisten Herstellern wie etwa Infineon weiter rote Zahlen im Geschäft mit Speicherchips (Dram). Bei vielen Produzenten liegen die Herstellungskosten weit über den Verkaufspreisen. Eine Schließung von Hynix, über die wochenlang spekuliert worden war, hätte das Angebot drastisch verkleinert und damit die Preise in die Höhe getrieben.

Die Gläubigerbanken greifen Hynix zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren unter die Arme - diesmal mit umgerechnet insgesamt 4 Mrd. Euro. Die Institute wandeln Kredite in Höhe von 1,5 Mrd. Euro in Eigenkapital und verlängern Kredite über 3 Mrd. Euro bis 2006. Zudem soll die Hauptversammlung einen Kapitalschnitt vornehmen. 21 Papiere sollen zu je einer Aktie schrumpfen. Berater der Deutschen Bank hatten das Paket erarbeitet.

Analysten kritisierten, Hynix - die Nummer drei der Branche - bekomme kein frisches Geld. Dies sei notwendig, um die Chipfertigung zu modernisieren. Die Anlagen von Hynix gelten als veraltet.

Der südkoreanische Weltmarktführer Samsung kündigte dagegen an, seine Werke für 1,2 Mrd. Euro auf den neuesten Stand zu bringen, um die Produktionskosten zu senken.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×