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31.03.2003

07:20 Uhr

Gold-, Anleihen- und Ölpreise steigen

SARS und Irak-Krieg belasten Asiens Märkte

Sorgen über einen sich länger hinziehenden Irak-Krieg und die Verbreitung der lebensgefährlichen Lungenentzündung SARS haben am Montag die Märkte in Fernost belastet. Die asiatische Leitbörse in Tokio verlor zeitweise gemessen an dem 225 Werte umfassenden Nikkei-Index fast vier Prozent auf weniger als 8000 Zähler.

Reuters TOKIO/SINGAPUR. Die Preise für Gold und die Kurse der festverzinslichen Staatsanleihen, die in politisch unsicheren Zeiten von den Anlegern bevorzugt werden, zogen dagegen an. Der Ölpreis stieg ebenfalls, was Händlern zufolge aber auch mit den Unruhen in Nigeria, dem größten afrikanischen Ölförderland, zusammenhing. Der Dollarkurs fiel auf ein Zwei-Wochentief.

"Insbesondere exportorientierte Technologieunternehmen werden von der Unsicherheit in Irak und dem Rückgang auf den Weltmärkten hart getroffen", sagte Masayoshi Okamoto von Jujiya Securities in Tokio. In dem in Japan am Montag zu Ende gehenden Fiskaljahr hat der Nikkei-Index 27 % seines Wertes eingebüßt und so wieder das Niveau von Anfang der 1980er Jahre erreicht. Zum Schluss am Montag notierte der Nikkei mit einem Minus von 3,71 % oder 307,45 Punkten auf 7972,71 Zählern.

Von den Sorgen über die Folgen der Ausbreitung des SARS-Virus, das weite Teile des öffentlichen Lebens in Hongkong lahmgelegt hat, war vor allem die Hongkonger Börse stark betroffen. Zeitweise fiel der Hangseng-Index um drei Prozent auf ein vorläufiges Tagestief von 8593 Zählern, er erholte sich im Verlauf aber wieder. Insgesamt sind weltweit rund 1600 Menschen an SARS erkrankt, 59 Menschen starben, allein 13 davon in Hongkong. Gegen SARS gibt es bislang kein wirksames Mittel.

"Der Verkaufsdruck bleibt hoch, da wir überhaupt keine positiven Nachrichten haben. Der Markt ist schon durch die Unsicherheit über den Krieg gebeutelt, und jetzt drückt auch noch SARS auf die Stimmung", erklärte More Huang von UBS Asset Management in Taipei. Auch die übrigen asiatischen Märkte - die Börsen in Singapur, Taiwan und Südkorea verloren deutlich an Wert.

Der Dollar nahm seine kurz vor Beginn des Irak-Krieges unterbrochene Talfahrt wieder auf und rutschte kräftig ab. Entsprechend zog die europäische Gemeinschaftswährung auf 1,0837 Dollar von 1,0783/89 Dollar zum Handelsschluss in New York an. Damit notierte der Euro auch deutlich über dem EZB-Referenzkurs vom Freitag (1,0730 Dollar).

Der Dollar hatte zeitweise wie auch die Aktienmärkte davon profitiert, dass die Ungewissheit über den Kriegsbeginn mit den ersten Angriffen auf Irak am 20. März vorbei war. Mit der in der vergangenen Woche dann einsetzenden Erkenntnis, dass der Krieg wahrscheinlich länger dauert als erwartet, hatte der Dollar seine Gewinne wieder kontinuierlich abgegeben. Zu den Sorgen über die Kriegsdauer kommen Händlern zufolge auch Spekulationen über die Auswirkungen des Krieges und der Haushaltspolitik der Regierung auf die US-Wirtschaft. Zum Yen war der Dollar mit Kursen um 119,34 Yen ebenfalls schwächer als am Freitagabend mit 119,69/77 Yen. Die Talfahrt wurde aber von Spekulationen über mögliche Interventionen der Bank von Japan zugunsten des Dollars gebremst.

Der Goldpreis zog in Hongkong auf 334,50 Dollar je Feinunze von 331,60 Dollar je Feinunze an. Der Preis für die Terminkontrakte auf Öl erhöhte sich ebenfalls, dabei zog der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um 50 Cent auf 26,85 Dollar an.

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