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07.08.2000

15:51 Uhr

Goldman Sachs bewertet deutsche Online-Broker

Direkt Anlage Bank ein "Muss" für Anleger

In einer neuen Studie nimmt die Investmentbank Goldman Sachs die Aktien der deutschen Online-Banken unter die Lupe.

HB DÜSSELDORF. Die Aktie der Direkt Anlage Bank (DAB) ist für die britische Investmentbank Goldman Sachs ein absolutes "Muss" für Anleger. Zu diesem Urteil kommen die Analysten in einer heute veröffentlichten Studie über Finanzdienstleister. Bei der Beurteilung des deutschen Direktbankenmarktes wurde die Direkt Anlage Bank (DAB) von "Marketperformer" auf "Recommended List" heraufgestuft. Die Analysten halten ein Wachstum der derzeitigen Marktkapitalisierung um 195% für möglich, das Kursziel wird bei 60 Euro gesehen. Die Direkt Anlage Bank erhielt von den drei größten deutschen Online-Bankhäusern, DAB, Comdirect und Consors die besten Prognosen, da sie im Wachstumsmarkt für Investmentfonds am stärksten positioniert sei und die Rentenreformbemühungen in Deutschland diesem Sektor weiter positive Impulse liefern dürften. Die DAB verfüge zur Zeit über den größten Marktanteil im Investmentfondgeschäft und kooperiere mit rund 30% der deutschen Fondsgesellschaften. Ihrer Meinung nach ist die Direkt Anlage Bank derzeit die am stärksten unterbewertete Aktie unter den deutschen Online-Broker-Papieren.

Gewinnschätzungen für Consors erhöht

Bei der Consors-Aktie hielten die Analysten an der "Market Outperformer"- Bewertung fest, die Schätzungen des Gewinns pro Aktie wurden leicht angehoben auf 0,81 Euro (von 0,76 Euro) für das Jahr 2000, und auf 1,88 Euro (von 1,83 Euro) für 2001. Das Investmenthaus hält einen Anstieg des derzeitigen Kursniveaus um 27% für möglich. Die Aktie wird jedoch als "sehr kontrovers" eingeschätzt, da auch bei Consors der kostenspielige europäische Expansionszug die Erfolge dämpft. Hinzu komme, dass die neuen Direktbanken dem "alten Hasen" zunehmend die Kunden abjagten.

Langfristig orientierten Anlegern rät das Investmenthaus jedoch zu dieser Aktie, da die Marktposition von Consors auch von ihren mächtigeren Konkurrenten nicht ohne weiteres streitig gemacht werden könne.

Comdirect wird schwächer gesehen

Die Aussichten für die Comdirect Bank-Aktie werden etwas zurückhaltender, wenngleich auch positiv beurteilt, Goldman Sachs gibt hier ein "Market Performer"-Rating. Die jüngsten Expansionen setzten positive Signale, wirkten sich jedoch nachteilig auf die Gewinne aus.

Das Investmenthaus mahnt unter diesem Aspekt zur Vorsicht, sieht aber in der starken Rückendeckung der Bank durch T-online und der Commerzbank Chancen, daß die Bank es langfristig schaffen werde, sich als eine der führenden Online-Broker im europäischen Raum zu positionieren. Sie empfiehlt Investoren deshalb, jeden signifikanteren Kursrutsch als Einstiegsmöglichkeit zu nutzen.

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