Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2003

17:55 Uhr

Handelsblatt

Goldpreis auf höchstem Stand seit März 1997

Gold hat am Donnerstag im Verlauf des europäischen Handels aufgrund der anhaltenden Kriegssorgen, des schwachen Dollar und dem höheren Ölpreis den höchsten Stand seit März 1997 markiert. Im Nachmittagsgeschäft bröckelte der Preis des Metalls dann in Folge einer festeren Eröffnung der Wall Street ab.

Reuters LONDON. Am Spotmarkt erreichte Gold die Marke von 356,50 Dollar je Feinunze und notierte zum europäischen Handelsschluss noch bei 352,95/353,65 Dollar. Am Vorabend in New York wurden 353,80/354,55 Dollar bezahlt. Das Londoner Nachmittagsfixing erfolgte bei 352,40 Dollar nach 354,60 Dollar am Morgen und 349,75 Dollar am Mittwochnachmittag.

"Der Dollar sieht - vor allem zum Euro - schwach aus, was zu weiteren Gewinnen für Gold über die Marke von 357 Dollar führen könnte," sagte ein Metallexperte. Eine leichtere US-Devise macht das in Dollar notierte Metall für Anleger ausserhalb der USA attraktiver.

Andere Analysten zeigten sich hingegen skeptischer. "Ich denke, Gold sieht ziemlich stark aus, aber realistischerweise hat Gold die Höchststände bereits getestet," sagte ein australischer Händler. Auch die Zürcher Kantonalbank schrieb, der Goldanstieg habe das Ziel erreicht und müsse nun verdaut werden. Die Gefahr sei deshalb gross, dass Gold aus dem seit Ende Dezember geltenden Seitwärtstrend ausbreche und einen Teil des jüngsten Anstieges korrigiere, hiess es in der "Daily Market Opinion" der Bank von Donnerstag. Ein negatives Signal sei ein Fall unter die Unterstützung von 340 Dollar. Für Silber wurden zuletzt 4,82/4,84 (New York 4,84/4,86) Dollar bezahlt. Platin stieg auf 619/624 (614/619) Dollar und Palladium lag auf 258,80/266,80 (254/264) Dollar.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×