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29.03.2003

15:53 Uhr

Gremium: Möglicher Interessenkonflikt von neun Beratern

Weitere Pentagon-Berater unter Verdacht

Richard Perle, zurückgetretener Leiter eines einflussreichen Berater-Ausschusses des Pentagon, ist nach Angaben eines unabhängigen Aufsichtsgremiums nicht das einzige Mitglied mit einem möglichen Interessenkonflikt. Insgesamt neun von 30 Ausschuss- Mitgliedern hätten Verbindungen zu Firmen, die in den vergangenen zwei Jahren Aufträge des Verteidigungsministeriums im Wert von über 72 Milliarden Dollar (66,7 Milliarden Euro) erhielten. Das teilte das Center for Public Integrity teilte am Samstag in Washington mit.

HB/dpa WASHINGTON. Unter ihnen sind die früheren Verteidigungsminister Harold Brown und James Schlesinger sowie Ex-CIA-Chef James Woolsey. Zu den Firmen, für die sie aktiv seien, gehören Boeing, Northrop Grumman, Lockheed Martin und TRW.

Perle, einer der lautstärksten Befürworter des Irak-Krieges, hatte eine Kontroverse über seine Arbeit für das Pleite gegangene Fernmelde-Unternehmen Global Crossing als Rücktrittsgrund genannt.

Das Unternehmen bemüht sich bei der US-Regierung um Grünes Licht für den Verkauf an zwei asiatische Firmen, von denen eine angeblich enge Verbindungen zu China hat. Für den Fall eines Zustandekommens sollen Perle 600 000 Dollar als Belohnung zugesagt worden sein. Perle hat einen Interessenkonflikt bestritten, wollte nach seinen Worten aber das Pentagon in Kriegszeiten nicht belasten.

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