Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.02.2004

14:52 Uhr

Handelsblatt

Grenzen des Outsourcings

Outsourcing ist umstritten: Die Gewerkschaften verteufeln den Trend, immer mehr IT-Dienstleistungen an andere Unternehmen zu vergeben - sie haben Angst, dass Arbeitsplätze verloren gehen oder ins Ausland verlagert werden.

Firmenchefs erhoffen sich hohe Einsparungen, wenn sie ihre IT-Abteilungen verkleinern können. IT-Dienstleister wittern das große Geschäft und bauen ihr Outsourcing-Angebot kräftig aus. Derzeit zeigt sich allerdings, dass sowohl die Ängste als auch die Hoffnungen oft übertrieben sind. Denn Outsourcing wird zwar immer wichtiger, kommt aber nicht so schnell voran wie erwartet. In Europa stieg das Volumen der Outsourcing-Deals vergangenes Jahr zwar kräftig. Doch in den auf diesem Feld führenden USA ging das Geschäft nach Angaben der Outsourcing-Berater von TPI zurück.

Vor allem das so genannte Business Process Outsourcing, in dem Firmen komplette Prozesse nach außen verlagern, setzt sich vergleichsweise langsam durch. Zudem haben viele Konzerne gemerkt, dass vor allem mit dem Outsourcing ins Ausland jede Menge Fallstricke verbunden sind. Das betrifft nicht nur die schwierige Abwicklung der oft sehr komplexen Vorhaben, sondern vor allem die Öffentlichkeitsarbeit. Mitunter ist der Imageschaden so groß, dass die Einsparungen in den Hintergrund treten. Weil Europa gegenüber Amerika im Outsourcing hinterherhinkt, wird das Volumen in diesem Jahr sicher weiter zunehmen. Doch das Beispiel USA zeigt auch, dass Outsourcing Grenzen hat - weder die große Bedrohung ist, die Gewerkschafter befürchten noch der Segen, den mancher Unternehmenschef gerne hätte.

Quelle: Handelsblatt online vom 23.01.2004

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×