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08.02.2004

16:30 Uhr

Grönholm verpasste seine Chance nach einem Dreher

Loeb baut WM-Führung aus

Mit dem historischen Sieg des Citroen-Piloten Sébastien Loeb endete am Sonntag der zweite Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Schweden. Der 29 Jahre alte Franzose gewann als erster Nicht-Skandinavier bei der 55. Auflage des Klassikers. Seine fehlerfreie Sturmfahrt über die 19 vereisten und verschneiten Prüfungen auf den letzten 394,80 Kilometern brachte Loeb nicht nur den zweiten Saisonsieg, er konnte auch seine Führung in der WM-Wertung ausbauen.

HB KARLSTAD/SCHWEDEN. Mit der Maximalzahl von 20 Punkten liegt der Vize-Weltmeister vor dem finnischen Peugeot-Piloten Marcus Grönholm (13), der in Karlstad mit 46,4 Sekunden Rückstand Zweiter wurde. Auf Platz drei kam Weltmeister Petter Solberg aus Norwegen im Subaru (+ 1:21,5 Minuten). Titelverteidiger Citroen übernahm mit 24 Punkten vor Ford (22) auch die WM-Spitze in der Markenwertung.

Mit dem 39. Gesamtplatz beendete der erst 20-jährige Solinger Sebastian Vollak, der zusammen mit seinem Beifahrer Michael Kölbach (Winterweb) im seriennahen Mitsubishi Lancer an der WM für Produktionswagen teilnimmt, seine WM-Premiere. "Meine erste WM-Rallye, und dabei noch eine solch schwere, beendet zu haben, ist für mich ein großer Erfolg. Ich bin froh, das überstanden zu haben, weil wir zum Schluss starke Antriebsprobleme hatten", sagte WM- Debütant Vollak.

"Natürlich freue ich mich über diesen Sieg riesig. Wichtiger aber ist, dass wir unsere Führung in der Weltmeisterschaft ausbauen konnten", meinte Sonnyboy Loeb auf der Zielrampe in Karlstad. "Ich versuchte zum Schluss, ganz vorsichtig und ohne Fehler zu fahren. Als ich vom Dreher von Marcus Grönholm hörte, habe ich das Tempo etwas gedrosselt." Ein dickes Lob für Loeb gab es von Teamchef Guy Fréquelin: "Sébastien ist eine saubere Rallye ohne Fehler gefahren, was bei diesen schwierigen Bedingungen gewiss nicht einfach war. Das haben wir bei anderen Fahrern gesehen."

Der zweifache Weltmeister Grönholm verspielte seine Chance auf seinen vierten Schweden-Sieg, als er sich zu Beginn der Finaletappe mit seinem Peugeot 307 drehte und dabei eine halbe Minute verlor. "Es war ein ganz normaler Dreher. Wir trafen mit dem Heck eine Schneebank, und schon drehte sich das Auto. Danach wollte ich nur noch meinen zweiten Platz sichern", erklärte Grönholm sein Missgeschick. Der dritte WM-Lauf findet am zweiten März-Wochenende bei der mexikanischen WM-Premiere statt.

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