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14.01.2001

15:19 Uhr

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Großbritannien untersucht Milch auf BSE-Erreger

Wissenschaftler in Großbritannien wollen Milch auf den BSE-Erreger untersuchen. Wie die britische Inlandsagentur PA am Sonntag meldete, soll auf Anordnung der Regierung Milch von Kühen analysiert werden, die bereits an Rinderwahn erkrankt sind.

ap LONDON/ROM. Es gebe zwar keine Hinweise auf den BSE-Erreger in Milch, erklärte eine Behördensprecherin. Die Regierung habe aber eine umfassende Überprüfung versprochen. Aus Großbritannien sind seit mehr als zehn Jahren tausende BSE-Fälle gemeldet worden.

BSE vermutlich auch in Italien

Auch in Italien gibt es möglicherweise einen ersten BSE-Fall. Die verdächtigte Milchkuh stammt von einem Zuchtgut bei Brescia in der Lombardei, wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Mailand erklärte. Das Tier sei am Donnerstag geschlachtet worden, zwei erste BSE-Tests hätten auf ein positives Ergebnis hingedeutet. Das Ergebnis eines dritten, endgültigen Tests werde für Dienstagabend erwartet. Für die Verbraucher bestehe keine Gefahr, sagte Gesundheitsminister Umberto Veronesi, der zugleich Arzt ist.

Bislang waren keine BSE-Fälle unter in Italien geborenen Rindern bekannt. Zwei Kühe, die vor mehreren Jahren in Sizilien positiv getestet wurden, waren aus Großbritannien eingeführt worden. Bis November bezog Italien rund 40 % seines Rindfleisches aus Frankreich. Nachdem in Frankreich immer mehr BSE-Fälle entdeckt wurden, verbot Rom den Rindfleischimport von dort. Am Freitag wurde das Verbot weitgehend aufgehoben. Zur Begründung hieß es, es gebe ausreichend Tests, um die Verbraucher zu schützen.



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