Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.03.2004

21:18 Uhr

Grosse deutsche Stars fehlen in Budapest

Hallen-WM: Leichtathletin Kleinert verpasst Medaille

Kugelstoßerin Nadine Kleinert hat bei den Hallen-WM der Leichtathleten den ersten deutschen Podiumsplatz nur knapp verpasst. Trotzdem war das kleine deutsche Team zufrieden.

HB BERLIN. Kugelstoßerin Nadine Kleinert hat um 26 Zentimeter die erste deutsche Medaille bei den 10. Hallen-Weltmeisterschaften in Budapest verpasst. Am Feitag musste sich die Magdeburgerin trotz der deutschen Jahresbestweite von 19,05 Meter mit dem vierten Platz hinter der zweimaligen Europameisterin Wita Pawlisch aus der Ukraine (20,49), Russlands Olympiasiegerin Swetlana Kriweljowa (19,90) und der Kubanerin Yumileidi Cumba (19, 31), begnügen.

«Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Kubanerin so stark ist», sagte Kleinert, die mit dem ersten Versuch vorübergehend den Bronze-Rang erobert hatte. «Danach war ich einfach tot. Ich hatte mich schon so dolle gefreut.» Die drei weiteren Goldmedaillen des ersten Tages gewannen Naide Gomes (Portugal) mit der Jahres-Weltbestleistung von 4759 Punkten im Fünfkampf die bereits 37 Jahre alte Gail Devers in 7,08 und Jason Gardener als erster britischer 60-m-Hallenweltmeister in 6,49 Sekunden.

Ex-Weltmeisterin Nastja Ryshich aus Ludwigshafen erreichte das Stabhochsprung-Finale am Samstag. Die 26 Jahre alte Titelgewinnerin von 1999 übersprang am Freitagabend in der Qualifikation noch gerade so die 4,30 Meter. Die Mainzerin Carolin Hingst schied trotz gleicher Leistung als Neunte aufgrund der Fehlversuchsregel aus.

Auch Ronny Ostwald (Wattenscheid) verpasste als Halbfinal-Dritter in 6,66 Sekunden das Finale über 60 Meter. Im 800-Meter-Vorlauf rannte Olympiasiegerin Maria Mutola (Mosambik) in 1:57,72 nur knapp an ihrer Jahres-Weltbestzeit von 1:57,48 vorbei.

Nur um einen Zentimeter hatte zuvor Weitspringer Nils Winter mit 7,95 Metern das Finale verpasst. Das erreichte die deutsche Meisterin über 300 Meter, Sabrina Mockenhaupt. Die 23-Jährige von der LG Sieg erzielte in 8:52,03 Minuten die sechstbeste Zeit der zwölf für den Endlauf am Sonntag qualifizierten Läuferinnen. Über 800 Meter kam für die Wattenscheiderin Monika Gradzki (2:04,68) das erwartete Aus im Vorlauf.

DLV-Cheftrainer Bernd Schubert, der in Budapest nur ein kleines Aufgebot von 22 Athleten betreut, zeigte sich nach dem ersten Tag zufrieden. «Einige junge Athleten können sich auf dem Weg nach Athen profilieren. Aber wir dürfen von ihnen keine Wunder erwarten», so Schubert.

In Budapest fehlen die Hoffnungsträger für die Olympischen Spiele in Athen. Neben Stabhoch-Rekordlerin Annika Becker werden die ebenfalls mit Verletzungsproblemen kämpfenden Olympiasieger Heike Drechsler (Weitsprung) und Nils Schumann (800 m) sowie Grit Breuer (400 m) vermisst.

Doch auch ohne die vermeintlichen Stars hofft der Verband auf Medaillen. Hoffnungsträger sind vor allem Tim Lobinger (Köln) als einziger Titelverteidiger des DLV, sein zuletzt überzeugender Stabhochsprung-Kollege Björn Otto (Dormagen) sowie 2-m-Hochspringerin Daniela Rath (Leverkusen). Nicht ohne Medaillenchance sind auch Tobias Unger (Kornwestheim) als Weltranglistenzweiter über 200 m und die männliche 4x400-m-Staffel.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×