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30.05.2000

20:01 Uhr

Große Tarifkommission lehnt Angebot der Arbeitgeber ab

Öffentlicher Dienst: Tarif-Verhandlungen sind gescheitert

Die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst sind am Dienstagabend gescheitert.

Reuters STUTTGART. Ein ÖTV- Sprecher sagte in Stuttgart, die große Tarifkommission der Gewerkschaft habe den Vorschlag der Arbeitgeber mit 75 zu 50 Stimmen abgelehnt. Der Gewerkschaftsvorstand werde sich der Haltung der Kommission anschließen. Damit seien die Gespräche gescheitert. Die Urabstimmung zur Entscheidung über bundesweite Streiks werde am Montag eingeleitet. Ein DAG-Sprecher sagte, auch die Kommission der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft habe mehrheitlich das Angebot der Arbeitgeber abgelehnt. "Die Entscheidung ist verbindlich", sagte er. Nach Angaben der ÖTV ist nicht vor Pfingsten mit einem Streik zu rechnen.

Die Arbeitgeber - Bund, Länder und Gemeinden - hatten in Übereinstimmung mit dem Schlichterspruch vorgeschlagen, die Löhne und Gehälter in diesem Jahr um 1,8 und im nächsten Jahr um 2,2 Prozent zu erhöhen. Zudem sollten die Einkommen der ostdeutschen Beschäftigten in drei Jahresschritten um 3,5 Prozent auf 90 Prozent des Westniveaus aufgestockt werden.

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