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06.06.2000

20:08 Uhr

Grünes Licht für Kauf von AHP-Pflanzenschutz

BASF rechnet mit Rekordergebnis

Die BASF AG rechnet bereits im Jahr 2000 mit einem Rekordergebnis. Durch die Übernahme eines amerikanischen Pflanzenschutzgeschäftes verfolgt der Chemiekonzern seine Erfolgsstrategie gezielt weiter.

dpa-afx/Reuters NEW YORK/LUDWIGSHAFEN. Einen Tag vor Einführung der Aktien der Ludwigshafener BASF AG am New Yorker Aktienmarkt (NYSE) hat der Vorstandsvorsitzende Jürgen Strube optimistische Prognosen abgegeben. "Wir sind fest entschlossen, im Jahr 2000 den höchsten Umsatz und das höchste Ergebnis der BASF-Geschichte zu erzielen", sagte Strube am Dienstag auf einer Pressekonferenz in New York. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit solle um mindestens zehn Prozent steigen.

Mit dem Gang an die Wall Street hofft BASF auf weiteres Wachstum. Zudem werde der "strategische Handlungsspielraum für Akqusitionen in den USA erweitert", hieß es. Gerade angesichts des zunehmenden Konsolidierungsprozesses in der Chemiebranche sei der nordamerikanische Markt für BASF besonders wichtig. BASF ist nach eigenen Angaben inzwischen das drittgrößte Chemieunternehmen der Region. Rund ein Viertel des weltweiten Konzenerumsatzes werde in Nordamerika erzielt.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der BASF-Konzern einen Umsatz 29,5 Mrd. Euro. Insgesamt waren rund 105.000 Mitarbeiter für das Chemieunternehmen tätig.

Der Chemiekonzern darf das Pflanzenschutzgeschäfts der American Home Products Corporation (AHP) kaufen. Die US-amerikanische Wettbewerbsbehörde FTC stimmte dem Erwerb zu. Mit der rund 3,8 Mrd.$ teueren Übernahme rückt die BASF nach eigenen Angaben auf Platz drei der führenden Pflanzenschutzmittelhersteller vor. Die BASF werde das AHP-Pflanzenschutzgeschäft bereits zum 30. Juni übernehmen, teilte der Konzern in Ludwigshafen mit. Voraussetzung sei allerdings die noch ausstehende kartellrechtliche Genehmigung der Europäischen Kommission.

"Unser Ziel ist ein schneller und reibungsloser Aufbau der kombinierten Aktivitäten, um schon für die nächste Saison gerüstet zu sein", sagte der Leiter des BASF-Arbeitsbereichs Pflanzenschutz, Friedrich Vogel. Das gemeinsame Unternehmen hätte auf der Basis von 1999 einen Pro-Forma-Umsatz von rund 3,6 Mrd. $ und ein Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Einmalmaßnahmen von rund 450 Mill. $. Das Pflanzenschutzgeschäft der BASF, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 1,8 Mrd.$ erreichte, würde sich damit verdoppeln.

Von dem Zusammenschluss erwartet sich BASF Synergieeffekte von rund 250 Mill. $ pro Jahr. Aus der gemeinsamen Forschung sollen bis 2006 insgesamt 15 Wirkstoffe mit einem Umsatz-Potenzial von zwei Mrd. $ zur Marktreife gebracht werden.

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