Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.01.2001

11:49 Uhr

Reuters FRANKFURT. Gesunkene Ölpreise haben im Dezember die Erzeugerpreise in vier Ländern der Euro-Zone zum Vormonat deutlicher als erwartet sinken lassen. Gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichneten die Statistikämter dagegen merklich höhere Erzeugerpreise. Am kräftigsten fielen die Erzeugerpreise im Monatsvergleich in den Niederlanden mit minus 2,3 %, wie das nationale Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Das sei der stärkste Rückgang seit zwanzig Jahren gewesen. Nach Angaben der jeweiligen Statistikämter sind die Erzeugerpreise in Frankreich um 0,8 % gesunken, in Spanien um 0,2 % und in Italien um 0,1 %. Analysten hatten für die einzelnen Länder mit einem geringeren Preisrückgang gerechnet, für Italien hatten sie sogar einen Anstieg um 0,3 % prognostiziert.

Preisanstieg für Nahrungsmittel

Während die Ölpreise im Dezember wegen des Preisrückgangs bei Rohöl gesunken waren, verzeichneten die Statistikämter zum Teil Preisanstiege bei den Erzeugerpreisen für Nahrungsmittel. In Spanien und Italien hatte sich die BSE-Krise in höheren Fleischpreisen niedergeschlagen. Ohne Berücksichtigung der Ölpreise seien die Erzeugerpreise im Monatsvergleich gestiegen, in Italien und in Frankreich um 0,1 %.

Im Vergleich zum Dezember 1999 registrierten die Statistiker jedoch einen Anstieg der Erzeugerpreise um 8,4 % in den Niederlanden, 6,2 % in Italien, 5,0 % in Spanien und um 4,7 % in Frankreich. Die Zuwachsraten gingen in allen vier Ländern von November auf Dezember zurück. Nach Einschätzung von Analysten wird der Rückgang der Erzeugerpreise in den nächsten Monaten auch den Anstieg der Verbraucherpreise dämpfen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×